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Kabel-Deutschland-Ausfall: "Eindringen in Glasfaser-Kabelschacht bisher einmaliger Akt"

Kabel Deutschland will nach einem gezielten Angriff auf einen seiner unterirdischen Kabelschächte seine Infrastruktur künftig stärker sichern. Zu dem Anschlag auf die Glasfaser in Berlin bekannte sich bisher niemand.

Artikel veröffentlicht am ,
Berliner Hotspot von Kabel Deutschland
Berliner Hotspot von Kabel Deutschland (Bild: Thomas Kierok)

Der Angriff auf das Glasfasernetz in Berlin ist etwas Neues für Kabel Deutschland. Das sagte Kabel-Deutschland-Sprecher Marco Gassen Golem.de auf Anfrage. Am Morgen des 10. August 2014 drangen Unbekannte in einen gesicherten Schacht im Bezirk Charlottenburg ein und durchtrennten 400 einzelne Glasfasern. Laut einem Bericht des Radiosenders RBB handelt es sich um die Heerstraße.

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"So etwas ist ein absolutes Novum bei Kabel Deutschland. Wir hatten Schäden durch Bagger, die unsere Kabel zerhackt haben, und wir hatten schon Brände, die unsere Kabel in Mitleidenschaft gezogen haben. Dass jemand einen unterirdischen Kabelschacht aufbricht, dort einsteigt und einfach Glasfaserkabel zerschneidet, so etwas kam bisher noch nicht vor."

Als Resultat waren etwa 160.000 Haushalte in Charlottenburg und den angrenzenden Bezirken vom TV-Kabelnetz getrennt. Gassen: "Die ersten Störungsmeldungen kamen morgens um 6 Uhr rein." Ein Techniker sei hingefahren und habe erkannt, dass es sich nicht um einen normalen Ausfall, sondern um einen kriminellen Akt handelte. Daher habe er den Kabelschacht wieder verlassen und die Polizei gerufen. Der kriminaltechnische Dienst nahm Proben, der polizeiliche Staatsschutz wurde eingeschaltet und begann zu ermitteln.

Als die Polizei abgezogen war, waren die passenden Glasfasern beschafft. Die alten Kabel wurden entfernt, die neuen eingezogen und miteinander verspleißt.

Woher der oder die Täter den Ort kannten, ist nicht bekannt. Die Glasfaserkabel seien von außen nicht markiert. "Unsere grauen Kästen sind von außen sichtbar. Die Kabelschächte sind es nicht", sagte Gassen.

Zu dem bewusst herbeigeführten Ausfall bekannte sich bisher niemand. Der TV-Netzbetreiber berät über Konsequenzen für die Sicherung seiner Infrastruktur.



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LinuxMcBook 12. Aug 2014

Hier sind echt nur IT-Profis unterwegs. :D

neocron 12. Aug 2014

weils evtl so aussieht: und dann eben mit einem schnitt nicht nur genau ein strang...

Youssarian 12. Aug 2014

Das war auch 2001, vier Jahre vor der Indienststellung der 'Jimmy Carter'. Zu diesem...

janpi3 12. Aug 2014

... allerdings um die Alarmsystem der angeschlossenen Firmen platt zu machen. Die Jungs...

Pflechtfild 12. Aug 2014

Könnte ja einfach die Abschlußprüfung einer russischen Terroreinheit gewesen sein...


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