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Ein kleiner Buckel sorgt für den Internetzugang in der Luft.
Ein kleiner Buckel sorgt für den Internetzugang in der Luft. (Bild: Andreas Sebayang)

Die Nachteile des Internetzugangs und Fazit

Der Internetzugang ist für Fluggesellschaften keine einfache Aufgabe und mitunter mit enormem Aufwand verbunden. Da wären zum einen die erforderlichen Antennenanlagen. Für Ku- und Ka-Band-Anlagen sind diese selbst für Laien leicht erkennbare große Buckel auf dem Flugzeugrumpf. Der wirkt sich auf den Kerosinverbrauch allerdings nicht so negativ aus, wie er aussieht, laut Boeing liegt der Mehrverbrauch bei 0,05 bis 0,17 Prozent in Abhängigkeit zum Flugzeugtyp. Die anderen Hersteller geben sich aber auffallend zugeknöpft und geben derartige Zahlen nicht so gerne an, obwohl sie eigentlich gut aussehen. Zusatzaufbauten wie Winglets haben jedenfalls stärkere Effekte für den Kerosinbedarf - sie verringern den Kerosinbedarf sogar. Trotz Radom dürfte der Kerosinverbrauch durch viele andere Techniken insgesamt sinken.

Ein kleinerer Radom, wie für Gogos 2Ku-Lösung, soll nochmal eine Verbesserung um 20 Prozent bringen. Absolute Zahlen wollte Gogo auch auf Nachfrage nicht nennen. Immerhin soll das Gewicht zu den alten Radoms bei der Hälfte liegen und Gogo Wireless geht von einer Kostenersparnis von rund 25.000 US-Dollar je Betriebsjahr eines Flugzeugs aus. Das zeigt, dass der Internetzugang im Flugzeug durchaus mit Kosten verbunden ist. Zahlen für das EAN/-S-Band-System liegen Golem.de nicht vor. Wir schätzen aber, dass der Mehrbedarf durch die sehr kleinen Aufbauten noch geringer ausfallen dürfte.

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Kollisionen mit Vögeln müssen beachtet werden

Aufwendig ist zudem die Konstruktion, die nicht nur aerodynamischen Regeln folgen muss. Auch der Vogelschlag muss beachtet werden. Sollte ein Tier mit dem Radom kollidieren, dürfen sich nicht etwa Teile lösen, die dann das Seitenleitwerk treffen oder - noch schlimmer - hinten sitzende Triebwerke. Das soll laut den Herstellern alles gewährleistet sein und wird - wie in der Luftfahrt üblich - rigoros getestet.

Bleibt noch die Installation, denn bisher werden nur wenige Flugzeuge gleich ab Werk mit einem Radom und der notwendigen und aufwendigen Verkabelung ausgestattet. Der Großteil der Arbeiten steht für die bestehenden Flotten an. Diverse AIX-Teilnehmer sind allerdings recht stolz auf die Effizienz dieser Arbeiten. Drei bis fünf Tage dauert der Umbau und lässt sich so in reguläre, längere Wartungsperioden legen, wie wir öfter gehört haben. Das erklärt aber auch, warum der Umbau nicht von heute auf morgen geht. Allein für die Nachrüstung eines Internetzugangs wird eine Fluggesellschaft nur ungern auf mehrere Tage Umsatz verzichten.

Fazit:

Schnelle Internetzugänge von, nach und in Europa sind bald Realität. Zwar wird auch weiterhin nicht jeder Nutzer seinen Netflix-Account nutzen und darüber Full-HD-Streams erreichen können. Dafür gibt es in Flugzeug-WLAN-Systemen allerdings ohnehin zu wenige Kanäle. Erst wenn sich das nächste WLAN 802.11ad in Flugzeugen durchsetzt, dürfte eine drastische Erhöhung der Bandbreite zum Satelliten oder zur Bodenstation sinnvoll sein. Bis dahin sind aber nur kleinere Schritte im Bereich der 200 MBit/s zu erwarten. Doch für die meisten Aufgaben steht genug Bandbreite zur Verfügung, um zu arbeiten, E-Mails zu beantworten und doch mal ein Video zu schauen.

Die unterschiedlichen Ansätze haben dabei durchaus ihre Berechtigung. Für die Flüge innerhalb von Europa ist vor allem EAN sehr vielversprechend und lässt auf eine Nutzererfahrung hoffen, die mit einem Heimanschluss vergleichbar ist. Das Satelliteninternet wird hingegen öfter eine ungewöhnliche Geduldsprobe sein. Laufzeiten zum Server von einer halben Sekunde bemerkt auch der reguläre, DSL-verwöhnte Internetnutzer. Aber letztendlich ist es ein gutes Angebot mit konkurrenzfähiger Bandbreite. Über großen Meeresflächen gibt es ohnehin keine Alternative.

Das Inflight Entertainment wird deswegen aber noch nicht ersetzbar. Es wird genug Anwender geben, die nicht von überall auf ihre Videos zugreifen können oder Google Maps statt der 3D-Karte der Fluggesellschaft nutzen werden - oder einfach kein Tablet oder Notebook bei sich haben. Es gibt immer noch genug Fluggäste, die entweder leicht reisen wollen oder, vor allem bei älteren Fluggästen, nur wenig Erfahrung mit portablen Rechnern oder Tablets haben. Und noch etwas spricht für das Inflight Entertainment: Besonders aktuelle Filme sind oft eine Exklusivität der Fluggesellschaften und das Inflight Entertainment lässt sich in der Regel auch noch gut nutzen, wenn der Platz im Flieger immer enger wird.

 Gogo Wireless expandiert mit 2Ku nach Europa

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melaw 09. Mai 2017

Videodienste sind eigentlich immer ausgeschlossen, sogar VOIP. Zum App-daddeln, surfen...

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narfomat 08. Mai 2017

das wäre sogar total ok... ich hab auch grade noch mal nachgesehen für die fluglinien...

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mrgenie 04. Mai 2017

Bisher fand ich es eigentlich recht angenehm gezwungen zu sein das Internet nicht zu...

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superdachs 03. Mai 2017

... Jetzt auch im Flugzeug. Nur über Deutschland wird gedrosselt. XD

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Gandalf2210 03. Mai 2017

*tolerabel. Sam, bel, ig... Es gibt mannigfaltige Suffixe um aus einem Verb ein Adjektiv...

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