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Ein kleiner Buckel sorgt für den Internetzugang in der Luft.
Ein kleiner Buckel sorgt für den Internetzugang in der Luft. (Bild: Andreas Sebayang)

Die Alternative fürs Meer: Ka-Band statt EAN/S-Band

Das gilt auch für die andere Technik, bei der Inmarsat involviert ist: den Internetzugang via Ka-Band. Das GX Aviation genannte System ist ausschließlich für den Empfang von Daten über Satelliten vorgesehen und wird bei der Lufthansa Group verbaut. Bandbreiten liegen bei 50 bis 30 MBit/s, je nachdem, ob die Antenne in einem Radom auf der Oberseite des Flugzeugrumpfes oder im Heck verbaut ist.

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  • Gut zu erkennen: der Buckel hinten am A350-Flugzeugrumpf beinhaltet die Antennen. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Bei größeren Maschinen fällt der Internetzugang kaum auf. Nur der A380 (links, Lufthansa) hat eine Antenne. Die B747-8i (rechts, Air China) hat keine. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Antenne bei Cathays neuem A350. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Die von Inmarsat vorgestellte GX Aviation-Antenne. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Abdeckungsbereich von EAN (Magenta) und dem S-Band (Gelb).(Foto: Andreas Sebayang)
  • Die CGC-Antenne für das EAN-Netzwerk. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Die S-Band-Antenne ist etwas größer. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Die 2Ku-Antenne braucht weniger Mechanik ... (Foto: Andreas Sebayang)
  • ... und ist deswegen flacher. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Grafik der beiden Radome von Gogo Wireless. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Spätere Generationen sollen durch Modem- und Satellitentausch bis zu 200 MBit/s erreichen. (Foto: Andreas Sebayang)
Die von Inmarsat vorgestellte GX Aviation-Antenne. (Foto: Andreas Sebayang)

Das sind aber theoretische Datenraten. Inmarsat erklärte Golem.de, dass mit den Fluggesellschaften individuell eine garantierte Bandbreite vereinbart wird. Wie hoch die ist, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Nachteile sieht Inmarsat interessanterweise nicht bei GX Aviation. So behauptete das Unternehmen im Gespräch, dass die Latenzzeit verglichen mit EAN nur geringfügig schlechter wäre. Das ist allerdings reines Marketing, andere nennen Werte, die eher dem Faktor 10 entsprechen: 500 bis 700 ms sollen es wohl sein. Das merkt der Anwender schon beim normalen Surfen.

GX Aviation ist schon fertig

Es gibt aber einen großen Vorteil von GX Aviation. Im Unterschied zu EAN ist es schon semi-produktiv im Einsatz. Die Maschinen, die damit ausgestattet sind, stehen dem Passagier teilweise in einem öffentlichen Betatest zur Verfügung. Mitte 2017 soll es dann mit dem kostenpflichtigen, sprich kommerziellen Einsatz bei der Lufthansa Group losgehen.

Laut Inmarsat liegt der Entwicklungsvorsprung verglichen mit EAN bei 12 bis 18 Monaten. Wer also jetzt ein schnelles Internet haben möchte, kann noch nicht auf EAN setzen, denn die ersten Maschinen damit müssen erst noch abheben. Derzeit werden dem Vernehmen nach erste Flugzeuge von British Airways umgebaut.

Der zweite Vorteil ist die hohe Abdeckung. Es gibt zwar nur wenige Ka-Band-Satelliten, doch die haben keine Probleme mit Ozeanen. Derzeit sind drei Satelliten mit jeweils 89 sogenannten Spot-Beams im Einsatz; die Abdeckung soll bereits weltweit gewährleistet sein. Ein vierter soll bald in den Orbit geschossen werden, um gezielt mehr Bandbreite zu ermöglichen. Bis 2020 sollen es sechs Satelliten werden.

Ein Nachteil ist der große Antenneaufbau auf dem Flugzeugrumpf. Immerhin: Laut Inmarsat wäre es kein Problem, Ka-Band und S-Band-Antenne in dem Radom zu kombinieren und gleichzeitig unten am Rumpf die beiden EAN-Antennen zu montieren.

Das würde sich vor allem bei Langstreckenmaschinen lohnen. Damit könnte eine Maschine über dem europäischen Luftraum eine schnelle Verbindung mit geringer Verzögerung und vor allem auch bei niedrigen Höhen verwenden. Beim Flug über den Atlantik oder Asien könnte dann auf das Ka-Band gewechselt werden. Noch hat Inmarsat allerdings keine Interessenten für eine Kombination der Technik.

 Hohe Bandbreiten sind in EAN-Systemen möglichGogo Wireless expandiert mit 2Ku nach Europa 

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melaw 09. Mai 2017

Videodienste sind eigentlich immer ausgeschlossen, sogar VOIP. Zum App-daddeln, surfen...

narfomat 08. Mai 2017

das wäre sogar total ok... ich hab auch grade noch mal nachgesehen für die fluglinien...

mrgenie 04. Mai 2017

Bisher fand ich es eigentlich recht angenehm gezwungen zu sein das Internet nicht zu...

superdachs 03. Mai 2017

... Jetzt auch im Flugzeug. Nur über Deutschland wird gedrosselt. XD

Gandalf2210 03. Mai 2017

*tolerabel. Sam, bel, ig... Es gibt mannigfaltige Suffixe um aus einem Verb ein Adjektiv...



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