K.-o.-Tropfen: Digitaler Schutz vor Roofies

Er ist nicht größer als ein Kaugummi und könnte Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen: Ein neuer Stick zeigt an, ob einem Drink Knockout-Tropfen oder andere Drogen beigemischt sind.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Pd.id soll Partys und Clubs sicherer machen.
Pd.id soll Partys und Clubs sicherer machen. (Bild: Indiegogo)

Ein kanadisches Entwicklerteam will Partys und Clubs schon bald sicherer machen. Die Gruppe aus Toronto arbeitet an einem Gerät, das innerhalb von Sekunden erkennen soll, ob einem Getränk Drogen beigemischt wurden.

Stellenmarkt
  1. Operation Manager EMEA (m/w/d) Network Services
    Schweickert GmbH, Walldorf
  2. E-Learning Spezialist (m/w/d)
    Big Dutchman International GmbH, Vechta
Detailsuche

Der pd.id (personal drink ID) ist nicht größer als ein USB-Stick und testet mit Hilfe von Sensoren Lichtspektrum, Leitfähigkeit und Temperatur des Drinks. Die Daten werden anschließend automatisch mit einer Datenbank abgeglichen. Ist der Drink rein, leuchtet die Lampe grün, ist er gepanscht, leuchtet sie rot. Eine Batterieladung reicht laut den Entwicklern für rund 40 Einsätze.

Smartphone-Koppelung ermöglicht weitere Analysen

Nach Angaben der Gruppe kann das Gerät für eine genauere Analyse mit dem Smartphone gekoppelt werden. Bislang gibt es für derartige Tests ausschließlich Einweg-Kits, deren Anwendung aufwendiger und begrenzter ist.

Nach Angaben der Entwickler wird allein in den USA eine von vier Frauen mindestens einmal in Ihrem Leben sexuell genötigt oder vergewaltigt. In 25 Prozent der Fälle seien so genannte Date-Vergewaltigungs-Drogen, auch als K.-o.-Tropfen oder Roofies bekannt, im Spiel. In der Regel sind die Stoffe geruchs- und geschmackslos und entsprechend kaum zu erkennen.

Firma will Geräte an betroffene Einrichtungen verteilen

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    21.–25. Februar 2022, Virtuell
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    9–13. Mai 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Pd.id sammelt derzeit Gelder auf Indiegogo, um den Stick im April 2015 zum Stückpreis von 75 US-Dollar auf den Markt zu bringen. 100.000 US-Dollar sollen bis zum 30. August zusammenkommen. Wer mindestens 10.000 US-Dollar investiert, kann eine bestimmte Zahl der Geräte an eine Einrichtung seiner Wahl spenden lassen. Sollten 250.000 US-Dollar zusammenkommen, will das pd.id-Team mit einer internationalen Organisation für Frauen zusammenarbeiten und 100 Geräte spenden.

Bei 500.000 US-Dollar soll der Stick zusätzlich den Nährstoffgehalt eines Getränks bestimmen können. Bei 750.000 US-Dollar soll eine Anwendung entwickelt werden, die einen Alarm auslösen und dabei helfen soll, gefährliche Situationen und Orte bereits zu vermeiden. Wie genau diese funktionieren soll, lassen die Kanadier offen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Bassa 25. Jul 2014

Golem hat doch nicht einmal das, was bei Indigogo steht, richtig wiedergegeben. Golem...

Nolan ra Sinjaria 24. Jul 2014

mit Kupferkern im Boden?

ploedman 23. Jul 2014

Die im Ausland Produzierten haben diese Substanz eben nicht. Und im Schwarzmarkt kriegt...

Himmerlarschund... 23. Jul 2014

Woher weißt du denn, dass es das für 100.000 $ nicht tut?

luzipha 23. Jul 2014

Wenn Frauen die angepeilte Käuferschaft darstellt und eine geschlechtsneutrale Werbung...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Framework Laptop im Hardware-Test
Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Der modulare Framework Laptop ist ein wahrgewordener Basteltraum. Und unsere Begeisterung für das, was damit alles möglich ist, lässt sich nur schwer bändigen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Framework Laptop im Hardware-Test: Schrauber aller Länder, vereinigt euch!
Artikel
  1. FTTH: Liberty Network startet noch mal in Deutschland
    FTTH
    Liberty Network startet noch mal in Deutschland

    Das erste FTTH-Projekt ist gescheitert. Jetzt wandert Liberty von Brandenburg nach Bayern an den Starnberger See.

  2. 5.000 Dollar Belohnung: Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen
    5.000 Dollar Belohnung
    Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen

    Tesla-Chef Elon Musk bot einem US-Teenager jüngst angeblich 5.000 US-Dollar, damit der seinen auf Twitter betriebenen Flight-Tracker einstellt.

  3. Let's Encrypt: Was Admins heute tun müssen
    Let's Encrypt
    Was Admins heute tun müssen

    Heute um 17 Uhr werden bei Let's Encrypt Zertifikate zurückgezogen. Wir beschreiben, wie Admins prüfen können, ob sie betroffen sind.
    Eine Anleitung von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB 1.499€ • iPhone 13 Pro 512GB 1.349€ • DXRacer Gaming-Stuhl 159€ • LG OLED 55 Zoll 1.149€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen • One Plus Nord 2 335€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Sennheiser Gaming-Headset 169,90€ [Werbung]
    •  /