Abo
  • Services:

Byton will autonom fahren

Das Tempo von Byton lässt sich nur halten, wenn man nicht alles neu entwirft. So kommt der Antriebsstrang von Bosch, die Batterie von CATL, der Bildschirm von BOE Technology, die Sprachsteuerung von Baidu und die Fähigkeit, autonom zu fahren von Aurora, dem Unternehmen von Chris Urmson, früher Chefentwickler von Googles autonomen Fahrzeugen. Dutzende der 1.000 Vorbesteller für den M-Byte bindet Byton im weiteren Entwicklungsprozess durch ein Co-Creater-Programm ein. Bis Ende 2019 sollen dazu noch 25 bis 30 Brand Stores in China entstehen, die von Partnern betrieben werden. So soll die Marke erlebbar werden.

Stellenmarkt
  1. Hannoversche Informations­technologien AöR, Hannover
  2. Landeshauptstadt München, München

Für das ehrgeizige Programm haben sich reichlich Geldgeber gefunden. Nach 300 Millionen US-Dollar in der ersten Runde brachte die B-Runde Byton jetzt 500 Millionen US-Dollar ein. Der staatliche chinesische Autobauer First Automotive Works (FAW) ist als strategischer Investor mit an Bord. Damit hat Byton die vier Dinge zusammen, die es laut Breitfeld für den Erfolg bedarf: Kapital, Technologie, eine Fertigung und ein Produkt. Wer im Markt für Elektromobilität die Nase vorn haben wird, entscheidet sich in den Augen des ehemaligen Leiters des BMW-i8-Programms in China.

Die Byton Limousine wird mit Technik für eine Level-4-Autonomie ausgestattet. Breitfeld schätzt, dass ab 2020 autonomes Fahren testweise in einigen Regionen funktionieren wird. "Doch stellen Sie heute in Peking ein autonom fahrendes Auto auf die Straße, kommt das keinen Meter voran, weil es defensiv fährt", sagt der Byton-Chef. Erst wenn zehn Prozent oder mehr Fahrzeuge die Technologie nutzten, bewege sich etwas. Außerdem müssten nicht nur Autos, sondern auch Straßen, Verkehrszeichen und Kartenmaterial auf die Autonomie vorbereitet werden.

Es wird ein Weg der vielen Schritte. Und so relativiert Designer Jacob die Sichtbarkeit der Sensoren beim K-Byte auch wieder zum Teil. Bei der Limousine lassen sich die seitlichen Kameras und Sensoren einklappen. Mehr aus optischen als aus aerodynamischen Gründen. Auch Jacob ist überzeugt, dass autonomes Fahren nur zeitweise und in bestimmten Gegenden stattfindet. Man benötigt die Technik also nicht dauerhaft. Wie der Heckflügel eines Sportwagens, der bei geringem Tempo einfährt, sollen die seitlichen Sensoren verschwinden. Doch damit macht es der Designer den Byton-Ingenieuren schwer. Kamera und Lidar müssen präzise positioniert sein, um zuverlässig zu arbeiten. Bewegliche Sensoren sind eine komplexe Herausforderung. Aber auch die wird man in China meistern.

Über Byton

Die Idee zu Byton hatte Jack Feng. Er ist Chairman der China Harmony Group und betreibt ein Vertriebsnetzwerk für Oberklasse-Autos. Gemeinsam mit den Unternehmen Tencent und Foxconn entwickelte er die Idee für ein eigenes Elektroauto weiter. Mit Carsten Breitfeld und Daniel Kirchert hat er das passende Führungsduo gefunden. Breitfeld ist die meiste Zeit im Silicon Valley, während Kirchert, der fließend Mandarin spricht und mit einer Chinesin verheiratet ist, sein Büro in Nanjing hat.

  • Designer Benoit Jacob stellt den Byton K-Byte auf der CES Asia 2018 vor. (Bild: Byton)
  • Das Fahrzeug ist eine Limousine. (Bild: Byton)
  • Das Fahrzeug soll 2021 auf den Markt kommen. (Bild: Byton)
  • Die Front ... (Bild: Byton)
  • ... und das Heck des Elektroautos (Bild: Byton)
  • Der M-Byte - Byton hatte das Auto Anfang 2018 auf der CES in Las Vegas vorgestellt. (Bild: Byton)
  • Byton will das Elektro-SUV Ende 2019 ausliefern. (Bild: Byton)
  • Die beiden Modelle von Byton: M-Byte (links) und K-Byte (Bild: Byton)
Der M-Byte - Byton hatte das Auto Anfang 2018 auf der CES in Las Vegas vorgestellt. (Bild: Byton)

Ergänzt wird das Leitungsteam durch Fachleute mit Berufserfahrung bei Apple, Google, Tesla und BMW. Derzeit arbeiten 700 Menschen für das Unternehmen, im kommenden Jahr sollen es 1.000 werden (ohne die Fabrik). Das Startup hat seine Zentrale und Fabrik in Nanjing. Die Investor-Relations sitzt in Hongkong, Marketing und Sales arbeiten von Shanghai aus. Es gibt ein Lobby-Büro in Peking, die Softwareentwicklung sitzt an der US-Westküste in Santa Clara und die Konzept- und Design-Abteilung arbeitet in München.

 K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. 86,99€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Mass Effect: Andromeda PS4/XBO für 15€ und Mission Impossible 1-5 Box für 14,99€)
  3. 29€ (Bestpreis!) - Tuning-Tipp für ältere PCs
  4. 99,90€ (Bestpreis!)

SanderK 14. Jun 2018 / Themenstart

V8 Sound für die Blinden und einen Roten Scanner für die Tauben. Würde mir gefallen...

SanderK 14. Jun 2018 / Themenstart

-Marktanteile am Export von konventionellen Waffen nach Nationen im Zeitraum von 2013...

ArcherV 14. Jun 2018 / Themenstart

Soooo sieht es aus !

MasP 14. Jun 2018 / Themenstart

Neben Byton gibt es ja noch andere Hersteller die an einem ähnlichen Punkt sind, z.B...

SanderK 13. Jun 2018 / Themenstart

A Witzle geschiesse ^^ oder doch "Schenkelklopfer".... bin mir noch nicht Sicher. Aber...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Volocopter auf der Cebit 2018 angesehen

Im autonomen Volocopter haben zwei Personen mit zusammen höchstens 160 Kilogramm Platz - wir haben uns auf der Cebit 2018 trotzdem reingesetzt.

Volocopter auf der Cebit 2018 angesehen Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
    K-Byte
    Byton fährt ein irres Tempo

    Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

    1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
    2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
    3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

    Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
    Elektroautos
    Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

    Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
    2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
    3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

      •  /