JUWELS: Jülich bekommt schnellsten Supercomputer Europas
Das Jülich Supercomputing Centre (JSC) hat die Erweiterung des Jülicher Supercomputers angekündigt(öffnet im neuen Fenster) : Der JUWELS (Jülich Wizard For European Leadership Science) erhält 2020 eine Boost-Stufe, um die Rechenleistung von derzeit 12 Petaflops auf gleich 70 Petaflops zu steigern. Momentan steht das System auf Platz 30 der Top500-Liste der leistungsfähigsten vermessenen Supercomputer, mit der Aufrüstung reicht es für die Top10. Der JUWELS wird damit der Schnellste in Europa.
Bisher besteht der Supercomputer aus einer Einheit(öffnet im neuen Fenster) mit Bull Sequana X1000 von Atos, darin stecken 24-kernige Xeon Platinum 8168 von Intel, zudem ein paar von Nvidias Tesla V100 als Beschleuniger. Das Booster-Modul kombiniert eine Vielzahl von AMDs Epyc 7002 alias Rome (vielleicht gar den Epyc 7H12 ) mit Tesla-Modellen von Nvidia. Hier soll die nächste Generation verwendet werden, welche auf 7-nm-Chips basiert und intern angeblich als Ampere oder Einstein bezeichnet wird.
Ebenfalls von Nvidia stammen die 200-GBit/s-Infiniband-Verbindungen, denn Entwickler Mellanox gehört seit dem Frühjahr 2019 zu Nvidia; der Kaufpreis lag bei sieben Milliarden US-Dollar. Das Boost-Modul besteht aus Bull Sequana XH2000 (siehe PDF(öffnet im neuen Fenster) ), dem Nachfolgemodell dessen, was bereits am Jülich Supercomputing Centre genutzt wird. Atos verwendet eine Warmwasserkühlung für die Hardware in den 1U-Blades.

Für AMD ist der JUWELS ein weiterer Supercomputer basierend auf Epyc Rome, von denen die meisten in den nächsten ein bis zwei Jahren installiert werden. Dazu zählen der US-amerikanische Frontier mit 1,5 Exaflops als vorerst schnellstes geplantes System der Welt, der britische Archer2 mit der weltweit höchsten CPU-Leistung und der Hawk des Höchstleistungsrechenzentrums der Universität Stuttgart. Zudem baut Atos zwei Systeme(öffnet im neuen Fenster) für den französischen Wetterdienst Météo-France.
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