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Justin Trudeau: Elon Musk vergleicht kanadischen Premierminister mit Hitler

Tesla-Chef Elon Musk hat Justin Trudeau wegen dessen Vorgehens gegen Lkw-Fahrer mit Hitler verglichen.
/ Andreas Donath
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Screenshot von Musks Tweet/Montage (Bild: Twitter/Mockuuups)
Screenshot von Musks Tweet/Montage Bild: Twitter/Mockuuups

Tesla-Chef Elon Musk hat den kanadischen Premierminister Justin Trudeau wegen dessen Vorgehens gegen die Blockaden von Lkw-Fahrern bei Twitter mit Adolf Hitler verglichen. Der Tweet zeigte ein Bild des Diktators mit dem darüber gelegten Text "Hört auf, mich mit Justin Trudeau zu vergleichen." Darunter stand: "Ich hatte einen Staatshaushalt."

Musk löschte den Tweet zwar wieder, viele Twitter-Nutzer zitierten und kommentierten ihn jedoch, darunter das American Jewish Committee (AJC): " Demokratische Politiker mit Hitler zu vergleichen, ist eine Beleidigung für diejenigen, die unvorstellbares Leid durch die Nazis erfahren haben. "

Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau twitterte(öffnet im neuen Fenster) : "Die Verwendung des Bildes von Adolf Hitler und damit die Ausnutzung der Tragödie aller Menschen, die unter dem von ihm geschaffenen totalitären Regime von Nazi-Deutschland gelitten haben, gedemütigt, gefoltert und ermordet wurden, ist traurig und bestürzend."

Musk reagierte nicht auf diese Tweets, sondern postete laut einem Bericht des britischen Guardians (öffnet im neuen Fenster) einen weiteren Tweet(öffnet im neuen Fenster) , in dem er vorschlug, für "eine eingehende Erklärung" ein Buch über die Wirtschaftsgeschichte Nazideutschlands zu lesen.

Musk reagierte mit seinen Tweets offenbar auf Berichte, wonach kanadische Behörden Banken angewiesen hatten, Kryptowährungsspenden an Impfgegner zu blockieren(öffnet im neuen Fenster) .

Die USA und Kanada hatten eine Impfpflicht bei Grenzübertritten eingeführt, die seit Mitte Januar 2022 gilt. Diese verursachte Proteste von Truckern, die mit Konvois den Verkehr blockierten. Der kanadische Regierungschef berief sich daraufhin auf Notstandsbefugnisse und ermöglichte es den Behörden, härter gegen die Demonstranten vorzugehen, sie zu verhaften und ihre Fahrzeuge zu beschlagnahmen.

Musk sprach sich für die Proteste der Lkw-Fahrer aus. In einem früheren Tweet schrieb er: "Wenn die kanadische Regierung friedliche Proteste unterdrückt, dann ist das Faschismus."


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