Justin Liverman: Cracka With Attitude muss fünf Jahre in Haft

Die US-Behörden verstehen offenbar keinen Spaß, wenn ihre eigenen Mitarbeiter bedroht und belästigt werden. Ein Mitglied von Crackas With Attitude ist verurteilt worden, weil er an der Operation gegen führende Geheimdienstkreise beteiligt war.

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Menschen mit Masken.
Menschen mit Masken. (Bild: Junko Kimura/Getty Images)

Ein Mitglied der Gruppe Crackas With Attitude muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Justin Liverman hatte mit mehreren anderen Personen per Social-Engineering den AOL-Account des damaligen CIA-Chefs John Brennan übernommen und geschmacklose Drohungen an weitere hochrangige Mitglieder der US-Geheimdienstcommunity gesendet.

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Liverman wurde nach Angaben der Washington Post trotz eines Schuldeingeständnisses und eines Deals mit der Justiz zu 5 Jahren Haft verurteilt. Außerdem muss er eine Strafe über 145.000 US-Dollar bezahlen. "Das sind keine Streiche", sagte der Richter Judge Lee. "Das war Computer-Hacking, Crackas With Attitude haben Chaos verursacht. Ihre Intention war klar, und das war, verheerenden Schaden anzurichten."

Liverman war offenbar nicht selbst am Social-Engineering beteiligt, versorgte seinen britischen Komplizen aber mit Infrastruktur und besorgte einen Telefonspam-Service, um den Vizedirektor des FBI, Mark Giuliano zu belästigen.

Liverman will die Nasa gehackt haben

Liverman hatte außerdem behauptet, die Server der Nasa übernommen zu haben und hatte über seinen Twitteraccount als Beweis angebliche Dokumente aus dem Hack veröffentlicht. Dabei handelte es sich aber um bereits öffentliche Dokumente. Die Nasa leitete trotzdem Untersuchungen der eigenen Infrastruktur ein und zahlte dafür angeblich 413.000 US-Dollar.

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Die Ermittlungsbehörden waren auf die Spur der jugendlichen Hacker gekommen, weil diese unter anderem ihre eigene IP-Adresse nutzten. Vor Gericht sagte Liverman: "Ich dachte, dass das, was ich tue, richtig war, wenn man über politische Gerechtigkeit spricht. Aber zwei Jahre später muss ich feststellen, dass ich damit komplett falsch lag."

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