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Juno-Modell der vor einem Bild von Jupiter: Blick in die Vergangenheit des Sonnenystems
Juno-Modell der vor einem Bild von Jupiter: Blick in die Vergangenheit des Sonnenystems (Bild: Aubrey Gemignani/Nasa)

Junos Reise zum Jupiter

Am 5. August 2011 brachte eine Atlas-V-Trägerrakete Juno auf den Weg. Seither hat das Raumfahrzeug eine Strecke von 2,8 Milliarden Kilometern zurückgelegt. Um Schwung zu holen, passierte Juno dabei einmal die Erde in einem Swing-by-Manöver.

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Auf dem Weg zu ihrem Ziel schnappte Juno der Sonde Rosetta noch einen Rekord weg: nämlich das mit Solarzellen betriebene Raumfahrzeug zu sein, das am weitesten von der Sonne entfernt ist. Juno schlug die Kometensonde dabei mit 793 zu 792 Millionen Kilometer.

Im Januar begannen die Vorbereitungen für Joi

Das war im Januar dieses Jahres. Zu der Zeit begann auch Junos Annäherung. Zunächst wurden die Instrumente aktiviert und eingerichtet. Außerdem machte Juno die ersten Bilder von Jupiter und seinen Monden und schickte diese zur Erde. Anfang der Woche wurde es dann Ernst: Die Jupiter Orbit Insertion (Joi) stand an.

  • Geschafft: Am 4. Juli 2016 um 20:54 Uhr Ortszeit trifft bei der Nasa die Nachricht ein, ... (Foto: Aubrey Gemignani/Nasa)
  • ...  dass die Sonde Juno in den Jupiter-Orbit eingeschwenkt ist.  (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
  • Junos Umlaufbahn führt über die Pole, um die Strahlenbelastung für die Sonde so gering wie möglich zu halten. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
  • Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem. Sein Strahlungsgürtel, der durch das starke Magnetfeld  entsteht, gefährdet Junos Elektronik. (Foto: Damian Peach/Nasa)
  • Die Reise zu Jupiter hat knapp fünf Jahre gedauert. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
  • Start war am 5. August 2011. (Foto: Kenny Allen/Nasa)
  • 2013 holte Juno Schwung mit einem Swingby-Manöver um die Erde. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • Erste Bilder vom Ziel: Am 29. Juni 2016 fotografierte Juno Jupiter und einige seiner Monde aus 5,3 Millionen km Entfernung. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS)
  • Modell der Sonde vor einem Bild von Jupiter: Juno soll bis Anfang 2018 um den Planeten kreisen und dann in seiner Atmosphäre verglühen. (Foto: Aubrey Gemignani/Nasa)
Start war am 5. August 2011. (Foto: Kenny Allen/Nasa)

Der Eintritt in die Umlaufbahn um den Riesenplaneten galt als eine der schwierigsten Manöver in der Mission. Um alle Störungen oder Schäden zu verhindern, wurde alles abgeschaltet, was dafür nicht benötigt wurde. Joi begann am 1. Juli mit der Übertragung und Aktivierung der Steuersequenz. Das Manöver selbst fand in den frühen Morgenstunden des 5. Juli unserer Zeit statt: Gegen 4:30 Uhr wurde das Triebwerk gezündet. Es bremste die Sonde etwa 35 Minuten lang, damit Jupiters Gravitationsfeld sie einfangen konnte. Um kurz vor 6 Uhr konnte die Nasa melden, dass die JOI erfolgreich war.

Junos Orbit ist elliptisch

Die besondere Herausforderung ist, Juno nahe genug für wissenschaftliche Experimente an Jupiter heranzubringen. Aber die Sonde soll natürlich nicht durch die Strahlung beschädigt werden. Die Nasa hat deshalb einen stark elliptischen Orbit über Jupiters Pole gewählt, auf dem Juno die Strahlungsgürtel vermeidet. Dabei nähert sie sich dem Planeten bis auf weniger als 5.000 Kilometer über den Wolken, die größte Entfernung beträgt 8.000 Kilometer.

So nah war noch kein Raumfahrzeug bisher an Jupiter. In den 1970er-Jahren passierten vier Sonden den Planeten - Pioneer 10 und Pioneer 11 sammelten 1973 und 1974 Daten über die Magnetosphäre und machten Bilder, allerdings noch keine hochaufgelösten. Der nächste Besuch kam 1979: Voyager 1 und Voyager 2 flogen innerhalb weniger Monate an Jupiter vorbei. Sie entdeckten unter anderem die Ringe und Vulkane auf dem Mond Io. Auch schickten sie Bilder zur Erde - sie nahmen die ersten Nahaufnahmen der Atmosphäre auf.

Ulysses flog 1992 am Jupiter vorbei

Erst 1992 flog wieder eine Sonde am Jupiter vorbei: Ulysses passierte ihn in etwa 450.000 Kilometern Entfernung und schwenkte danach in einen Sonnenorbit ein. Die Sonde untersuchte die Magnetosphäre. Zwei Jahre darauf folgte Galileo: Die Sonde kreiste sieben Jahre lang um Jupiter, bevor sie 2003 in seiner Atmosphäre verglühte.

Galileo lieferte schon spektakuläre Bilder aus großer Entfernung: Die Sonde filmte den Einschlag des Kometen Shoemaker-Levy 9 im Juli 1994. Sie untersuchte den Planeten selbst, darunter etwa seine Atmosphäre, und setzte eine Tochtersonde ab, die in die Atmosphäre eintauchte und Daten lieferte, bevor sie durch den Druck zerstört wurde. Galileo erforschte aber auch die Monde und fand beispielsweise flüssiges Wasser unter der Oberfläche von Europa, Ganymed und Kallisto.

Die Galileo-Mission wurde verlängert

Zwar gab es Probleme beim Entfalten der Antenne, so dass die Datenübertragung zur Erde nicht so klappte wie geplant. Dennoch war die Mission ein Erfolg. Sie wurde gleich dreimal verlängert. 2003 verglühte Galileo in der Jupiteratmosphäre. Ursprünglich sollte das schon 1997 geschehen.

Danach flogen noch die Sonden Cassini-Huygens auf ihrem Weg zum Saturn und New Horizons mit Kurs auf Pluto an Jupiter vorbei. Auch sie lieferten wichtige Daten, unter anderem hochaufgelöste Bilder.

Eines konnten sie aber alle nicht: unter die dichte Wolkenschicht schauen.

 Wer ist Juno?Junos Mission 

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Destroyer2442 12. Jul 2016

Was soll ein Schelm böses bei dem Bild denken?

Destroyer2442 12. Jul 2016

badumtss

Komischer_Phreak 11. Jul 2016

Der Artikel ist echt Klasse, dickes Lob an den Autor. Golem braucht definitiv mehr...

Atomio 09. Jul 2016

Wow ich muss sagen das ist beeindruckend. Auch wenn es nur durch die Gravitation vom Jup war.

freddypad 08. Jul 2016

Vorsicht! Fast wärst Du aus dem Fenster gefallen! :-) Die Magnetfelder sind nicht dafür...



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