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Juno-Modell der vor einem Bild von Jupiter: Blick in die Vergangenheit des Sonnenystems
Juno-Modell der vor einem Bild von Jupiter: Blick in die Vergangenheit des Sonnenystems (Bild: Aubrey Gemignani/Nasa)

Wer ist Juno?

Deshalb hat die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) die Sonde Juno genannt, nach der Gemahlin von Göttervater Jupiter in der römischen Mythologie. Der Körper der Sonde ist ein sechsseitiges Prisma, dessen Seiten jeweils eine Länge von zwei Metern haben. An drei Seiten sind je 9 Meter lange Solarpaneele angebracht, die Juno mit Strom versorgen. Wegen der großen Entfernung zur Sonne liefern sie aber nur 500 Watt.

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  • Geschafft: Am 4. Juli 2016 um 20:54 Uhr Ortszeit trifft bei der Nasa die Nachricht ein, ... (Foto: Aubrey Gemignani/Nasa)
  • ...  dass die Sonde Juno in den Jupiter-Orbit eingeschwenkt ist.  (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
  • Junos Umlaufbahn führt über die Pole, um die Strahlenbelastung für die Sonde so gering wie möglich zu halten. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
  • Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem. Sein Strahlungsgürtel, der durch das starke Magnetfeld  entsteht, gefährdet Junos Elektronik. (Foto: Damian Peach/Nasa)
  • Die Reise zu Jupiter hat knapp fünf Jahre gedauert. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)
  • Start war am 5. August 2011. (Foto: Kenny Allen/Nasa)
  • 2013 holte Juno Schwung mit einem Swingby-Manöver um die Erde. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS)
  • Erste Bilder vom Ziel: Am 29. Juni 2016 fotografierte Juno Jupiter und einige seiner Monde aus 5,3 Millionen km Entfernung. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS)
  • Modell der Sonde vor einem Bild von Jupiter: Juno soll bis Anfang 2018 um den Planeten kreisen und dann in seiner Atmosphäre verglühen. (Foto: Aubrey Gemignani/Nasa)
Die Reise zu Jupiter hat knapp fünf Jahre gedauert. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)

Darauf sitzt ein Würfel mit einer Kantenlänge von einem Meter, in dem die Bordelektronik untergebracht ist. Ein Zentimeter dicke Wände aus Titan schützen die Komponenten vor Strahlung. Auf dem Würfel sitzt eine einen Meter große Parabolantenne für die Kommunikation mit der Erde.

Juno misst, analysiert ...

In dem Sechseck sind der Antrieb, bestehend aus einem Haupttriebwerk und zwölf kleineren für die Lagekontrolle, sowie die meisten der wissenschaftlichen Instrumente von Juno untergebracht. Das Jovian Auroral Distributions Experiment (Jade) besteht aus Sensoren und untersucht geladene Partikel wie Elektronen und Ionen, die die Polarlichter des Planeten bilden. Der Ultraviolet Imaging Spectrometer (UVS) wird mit Jade zusammenarbeiten: Das Instrument nimmt Bilder der Aurora im ultravioletten Spektrum auf. Jovian Infrared Auroral Mapper (Jiram) macht das Gleiche im nahen Infrarot-Bereich.

Der Name des nächsten Instruments evoziert eher Fiction als Science: Jedi, eine Abkürzung für Jovian Energetic Particle Detector Instrument, analysiert ebenfalls Elektronen und Ionen, allerdings solche mit hoher Energie, insbesondere Wasserstoff-, Helium-, Sauerstoff- und Schwefelionen. Der Microwave Radiometer (MWR) soll Radiowellen aus Jupiters Atmosphäre messen, um Erkenntnisse über die Anteile von Ammoniak und des Wasseranteils darin zu bestimmen. Waves wird die Plasma- und Radiowellen in der Magnetosphäre messen.

... und fotografiert

Die Junocam ist eine optische Kamera, die Bilder von dem Planeten machen soll, vor allem von den Polen. Es ist das erste Mal, dass diese Bereiche fotografiert werden sollen - die bisherigen Bilder sind aus der Äquatorialebene aufgenommen. Der Sensor der Junocam hat eine Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixeln. Die Bildauflösung beträgt 15 Kilometer pro Pixel.

Die Kamera wird nicht die ganze Mission über aktiv sein, da die Strahlung sie ebenso wie Jiram schädigen wird. Beide werden voraussichtlich nur sieben bis acht Orbits durchhalten. Dann wird ihnen die Strahlung voraussichtlich so zugesetzt haben, dass sie keine brauchbaren Daten mehr liefern. Daher muss sorgfältig ausgewählt werden, was die Junocam fotografiert. Das bestimmt nicht die Nasa allein. Auch Amateurastronomen können sich an der Auswahl beteiligen.

Der Magnetometer sitzt am Solarpaneel

Weitere Instrumente sind außen an der Sonde: Gravity Science sitzt an der Antenne und soll das Gravitationsfeld kartieren. Am Ende des einen Solarpaneels schließlich sind Magnetometer (Mag), die das Magnetfeld vermessen sollen, sowie der Advanced Stellar Compass (ASC) angebracht. Der beobachtet die Sterne am Himmel und errechnet aus deren Konstellation die Ausrichtung des Raumfahrzeugs.

Schließlich hat Juno noch drei Passagiere an Bord: Lego-Mini-Figuren aus Aluminium. Eine stellt den italienischen Astronomen Galileo Galilei dar, der den Planeten Jupiter als erster mit einem Teleskop studierte und dabei die vier größten von Jupiters 64 Monden entdeckte. Entsprechend hält die Figur den Planeten und ein Fernrohr in den Händen. Die beiden anderen Figuren sind das oberste Paar des römischen Götterhimmels: Jupiter mit Blitzbündel und seine Gemahlin mit Lupe.

Seit knapp fünf Jahren ist das Trio unterwegs.

 Raumsonde: Was will Juno beim Jupiter?Junos Reise zum Jupiter 

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Destroyer2442 12. Jul 2016

Was soll ein Schelm böses bei dem Bild denken?

Destroyer2442 12. Jul 2016

badumtss

Komischer_Phreak 11. Jul 2016

Der Artikel ist echt Klasse, dickes Lob an den Autor. Golem braucht definitiv mehr...

Atomio 09. Jul 2016

Wow ich muss sagen das ist beeindruckend. Auch wenn es nur durch die Gravitation vom Jup war.

freddypad 08. Jul 2016

Vorsicht! Fast wärst Du aus dem Fenster gefallen! :-) Die Magnetfelder sind nicht dafür...



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