Julian Assange: Wikileaks braucht Geld, Anonymous ist vom FBI unterwandert

In einer Stellungnahme hat Julian Assange das Spendenbanner auf Wikileaks-Seiten verteidigt. Außerdem attackierte er Anonymous scharf und warf dem Kollektiv vor, vom FBI infiltriert zu sein.

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Wikileaks: Spendenbanner bleibt bis zur US-Wahl.
Wikileaks: Spendenbanner bleibt bis zur US-Wahl. (Bild: Wikileaks/Screenshot: Golem.de)

Wikileaks ist in ein Dutzend juristische Auseinandersetzungen in verschiedenen Ländern verwickelt, die "beispiellose Kosten" verursachen: Mit diesem Argument verteidigt Gründer Julian Assange das Spendenbanner, das erscheint, wenn Nutzer Dokumente auf Wikileaks aufrufen. Mit den Kritikern vom Kollektiv Anonymous ging er in der über Twitter verbreiteten Stellungnahme hart ins Gericht.

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"Wir wissen, dass das störend ist", schreibt Assange. Genau dazu sei es auch gedacht: "Es ist da, um Sie daran zu erinnern, dass die zukünftige Zerstörung von Wikileaks durch eine widerrechtliche Finanzblockade und eine Reihe von Ermittlungen durch Militär, Geheimdienste, US-Justizministerium und FBI sowie in Zusammenhang damit stehende Gerichtsverfahren eine ernste Sache sind", begründete der Wikileaks-Gründer.

Bis zum 6. November

Das Spendenbanner sei allerdings schon "vor Wochen aktiviert" worden. Um ein Dokument zu öffnen, müsse der Nutzer die Kampagne über Twitter oder Facebook verbreiten, spenden oder einfach warten - Letzteres funktionierte allerdings nicht bei unseren Versuchen. Per Torrent könnten die Daten ohne weiteres heruntergeladen werden. Diese Bedingungen hätten vielleicht klarer gemacht werden können, seien aber "für jeden, der sich bemüht habe, sie zu lesen, verfügbar" gewesen. Die Aktion läuft noch bis zum 6. November 2012, dem Tag der US-Präsidentschaftswahl.

"Freiheit ist nicht umsonst, Gerechtigkeit ist nicht umsonst, und Solidarität ist nicht umsonst. Sie alle erfordern Großzügigkeit, Selbstdisziplin, Mut und ein Gefühl für Perspektive", appellierte Assange.

Seitenhieb gegen Anonymous

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Die Kritik hatte das Kollektiv Anonymous aufgebracht, das Assange seinerseits scharf attackierte. Mit Hinblick auf den 2011 festgenommenen Sabu, ehemaliger Anführer von Lulzsec und späteres Anonymous-Mitglied, unterstellte er der Gruppe sogar, sie sei vom FBI infiltriert. Sabu soll mehrere andere Anonymous-Mitglieder an die US-Bundespolizei verraten haben.

Gruppen, in denen Einigkeit herrsche, gedeihten, Gruppen mit einem losen Zusammenhalt hingegen brächen auseinander. "Gruppen, denen Einigkeit fehlt, gefährden sich und ihre Verbündeten", schreibt Assange im Hinblick auf die lose Struktur des Kollektivs. Weil Anonymous anonym sei, könnten diejenigen, die die Führung in dem Kollektiv übernehmen, insgeheim entfernt und durch andere Interessen ersetzt werden. "Das ist genau das, was in der Sabu-Affäre passiert ist. Ein wichtiger Teil von Anonymous gelangte unter die Kontrolle des FBI."

Aus Anklageschriften gehe hervor, dass das FBI mehrfach die Anonymous-Server kontrolliert habe. "Wir müssen unterstellen, dass derzeit eine beträchtliche Anzahl von Anonymous-Servern und 'Führungs'-Personal kompromittiert sind", sagte Assange.

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