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Julian Assange: Britischer Polizist enthüllt versehentlich Einsatzplan

Ungewollt hat ein Londoner Polizist die Einsatzplanung im Fall Julian Assange preisgegeben: Er hielt vor der ecuadorianischen Botschaft in London seine Notizen so, dass ein Fotograf sie ablichten konnten.

Artikel veröffentlicht am ,
Britische Polizisten vor der ecuadorianischen Botschaft (am 20. August 2012): Flucht im Diplomatengepäck?
Britische Polizisten vor der ecuadorianischen Botschaft (am 20. August 2012): Flucht im Diplomatengepäck? (Bild: Oli Scarff/Getty Images)

Ein Schnappschuss der besonderen Art ist einem Fotografen der Nachrichtenagentur Associated Press gelungen: Er knipste die britischen Polizisten vor der ecuadorianischen Botschaft in London. Einer der Beamten hielt in der Hand ein Klemmbrett mit einigen handbeschriebenen Blättern. Darauf ist die Taktik beschrieben, mit der die Londoner Polizei Wikileaks-Gründer Julian Assange fassen will.

Flucht im Diplomatengepäck

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Assange sei "unter allen Umständen festzunehmen", hieß es in den handschriftlichen Notizen. Darin sind auch verschiedene Szenarien beschrieben, wie der Wikileaks-Gründer die Botschaft verlassen könnte. Dazu gehören etwa die Flucht in einem Botschaftsfahrzeug oder sogar, sich im Diplomatengepäck herausschmuggeln zu lassen. Die Polizei rechnet auch damit, dass Anhänger vor der Botschaft ein Ablenkungsmanöver inszenieren könnten.

Die Blätter dürften kaum für die Öffentlichkeit gedacht gewesen sein: Es handele sich um Notizen, die sich ein Beamter während einer Lagebesprechung gemacht habe, zitiert die britische Tageszeitung The Guardian einen Sprecher von Scotland Yard.

Kein Übergriff auf die Botschaft

Ziel der Polizei sei, Assange wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen zu verhaften, sagte der Polizeisprecher. Gleichzeitig sicherte er zu, dass es keinen Übergriff auf die Botschaft geben werde. "Unter keinen Umständen wird es eine Verhaftung geben, die einen Bruch der diplomatischen Immunität darstellt."

Die britischen Behörden hatten kürzlich erwogen, in die Botschaft einzudringen, um Assanges habhaft zu werden. Der Göttinger Jurist Kai Ambos hält Assanges Aufenthalt in der ecuadorianischen Botschaft für völkerrechtswidrig: Asyl dürfe nicht die Rechtspflege verhindern.

Asyl und Staatsbürgerschaft

Assange hält sich seit Mitte Juni in der Botschaft des südamerikanischen Staates auf. Er war dorthin geflüchtet, nachdem das oberste britische Gericht erklärt hatte, dass er nach Schweden ausgeliefert werden könne. Ecuador hat ihm Asyl gewährt und die Staatsbürgerschaft gegeben.

Assange wird in Schweden wegen mutmaßlicher Sexualdelikte gesucht. Der Wikileaks-Gründer befürchtet allerdings, dass die Skandinavier ihn an die USA ausliefern. Dort droht ihm wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente ein Verfahren wegen Spionage und Verrat. Eine geheime Anklage soll es bereits geben. Ecuador versucht, zwischen Großbritannien und Schweden zu vermitteln.



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xUser2 27. Aug 2012

Die Meisten kenne die Geschichte gar nicht!

zwangsregistrie... 27. Aug 2012

hehe wie geil! wenn ich er wäre würde ich den bullen eh den arsch ausm fenster strecken:

Unrat 27. Aug 2012

Ist hier etwa "Verrat" gleichzusetzen wie "die Wahrheit zeigen"? Assange ist doch kein US...

I killed the girl 27. Aug 2012

Wer sagt eigentlich das Assange überhaupt fliehen möchte? Er hat doch alles in seiner...

Anonymer Nutzer 26. Aug 2012

n24 ...... :/


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