Abo
  • Services:

Julian Assange: Britische Polizei droht mit Stürmung der Botschaft

Die britische Polizei droht damit, Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft festzunehmen. Laut einem Gesetz von 1987 kann sie das. Ecuador will im Laufe des Tages seine Entscheidung zu Assanges Asylantrag bekanntgeben.

Artikel veröffentlicht am ,
Britische Polizisten vor der ecuadorianischen Botschaft in London
Britische Polizisten vor der ecuadorianischen Botschaft in London (Bild: Will Oliver/AFP/Getty Images)

Im Streit um Julian Assange und seinen Asylantrag im südamerikanischen Ecuador soll heute eine Entscheidung bekanntgegeben werden. Gleichzeitig soll die britische Polizei ihre Präsenz um das Gebäude der ecuadorianischen Botschaft in London verstärkt haben. Großbritannien fordert Assange weiterhin auf, sich den britischen Behörden zu stellen. Er soll nach Schweden ausgeliefert werden, wo ihm sexuelle Belästigung und Vergewaltigung vorgeworfen werden.

Stellenmarkt
  1. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen
  2. AMS Marketing Service GmbH, München

Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa hat angekündigt, heute seine Entscheidung zum Asylantrag Assanges bekanntzugeben. Der britische Guardian hatte am gestrigen 15. August 2012 berichtet, Ecuador werde dem Asylantrag stattgeben. Correa hatte kurz darauf die Meldung über Twitter dementiert. Heute Nachmittag will Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño die offizielle Entscheidung seiner Regierung bekanntgeben.

Kein politisches Asyl für eine Straftat

Der ecuadorianische Botschafter sagte indes, er habe einen Brief der britischen Behörden erhalten, in dem es heißt, Großbritannien habe die rechtliche Grundlage, Assange auch in den Botschaftsräumen festzunehmen. Das entsprechende Gesetz stammt aus dem Jahr 1987. Danach können britische Behörden den extraterritorialen Status einer Botschaft aufheben. Patiño spricht von einer "Stürmung der Botschaft."

Großbritannien beharrt darauf, dass Assange kein politisches Asyl zustehe, denn er werde wegen einer Straftat belangt. Assange hatte sich erfolglos gegen seine Auslieferung vor britischen Gerichten gewehrt, zuletzt vor dem High Court, der höchsten richterlichen Instanz in Großbritannien.

Daraufhin war er in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet. Zu Ecuador und dem Präsidenten Correa soll er bereits seit mehreren Jahren Kontakt haben. Zuletzt hatten sich die beiden zu einem Interview per Videokonferenz getroffen.

Gefährliche Flucht

Auch wenn Assange Asyl gewährt würde, könnte es für ihn schwierig, wenn gar unmöglich sein, von der Botschaft zum Flughafen und in ein Flugzeug nach Ecuador zu gelangen. Denn sobald er sich auf dem Bürgersteig vor dem Haus befindet, ist er bereits auf britischem Gebiet und kann festgenommen werden.

Assange flüchtete vor etwa zwei Monaten in die Botschaft Ecuadors und soll dort in einem Zimmer mit Internetanschluss wohnen. Er befürchtet, dass die schwedischen Behörden die Befragung wegen sexueller Belästigung nutzen, um ihn später an die USA auszuliefern. Dort könne ihm eine Anklage wegen Spionage und möglicherweise die Todesstrafe drohen, befürchtet er.

Ecuador hatte sich vergeblich bemüht, zwischen Assange, den britischen und den schwedischen Behörden zu vermitteln, etwa um eine Befragung Assanges durch die schwedische Staatsanwaltschaft in der Botschaft zu organisieren.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 41,97€
  2. 444€
  3. (u. a. ELEX für 15,49€)

a user 16. Aug 2012

Es steht GB nicht zu so etwas zu beurteilen. Das tut ausschließlich das Land bei dem man...

Cidfreak 16. Aug 2012

Ich halte es infach für unwahrscheinlich einen australischen Hacker zum Terroristen zu...

JP 16. Aug 2012

Weil es AFAIK kein Auslieferungsabkommen mit den USA gibt.

Uschi12 16. Aug 2012

Okay, du hast scheinbar keine Lust ernsthaft zu diskutieren.

nie (Golem.de) 16. Aug 2012

Stimmt ;) https://www.golem.de/news/julian-assange-ecuador-gewaehrt-assange-politisches...


Folgen Sie uns
       


Siri auf Deutsch auf dem Homepod

Wir haben uns die deutsche Version von Siri auf dem Homepod angehört. Bei den Funktionen hinkt Siri der Konkurrenz von Alexa und Google Assistant hinterher. Und auch an der Aussprache gibt es noch einiges zu feilen. Apples erster smarter Lautsprecher kostet 350 Euro.

Siri auf Deutsch auf dem Homepod Video aufrufen
Windows 10: Der April-2018-Update-Scherz
Windows 10
Der April-2018-Update-Scherz

Microsofts April-2018-Update für Windows 10 hat so viele Fehler, als würden drei Insider-Ringe nicht ausreichen. Das Unternehmen setzt seine Nutzer als Betatester ein und reagiert dann auch noch langsam auf Fehlermeldungen - das muss sich ändern.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Gesperrter Lockscreen Cortana-Fehler ermöglicht Codeausführung
  2. Microsoft Weitere Umstrukturierungen rund um Windows 10
  3. April 2018 Update Windows-Patch macht Probleme bei Intel- und Toshiba-SSDs

Jurassic World Evolution im Test: Das Leben findet einen Weg
Jurassic World Evolution im Test
Das Leben findet einen Weg

Ian Malcolm hatte recht: Das Leben wird ausgegraben und gebrütet, es frisst und stirbt oder es bricht aus und macht Jagd auf die Besucher. Nur leider haben die Entwickler von Jurassic World Evolution ein paar kleine Design-Fehler begangen, so wie Henry Wu bei der Dino-DNA.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Vampyr im Test Zwischen Dracula und Doktor
  2. Fe im Test Fuchs im Farbenrausch
  3. Thaumistry: In Charm's Way im Test Text-Adventure der ganz alten Schule

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

    •  /