Abo
  • IT-Karriere:

Julia Klöckner: Landwirtschaftsministerin drängt auf volle 5G-Abdeckung

Julia Klöckner will weiße Flecken auf der Landkarte mit 5G schließen. Ein Experte bei Nokia hat dazu jedoch eine andere Meinung.

Artikel veröffentlicht am ,
Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft
Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (Bild: Bundesministerium für Landwirtschaft)

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat in der Debatte um den Ausbau des 5G-Mobilfunks ein flächendeckendes Angebot gefordert. "Es gibt zu viele weiße Flecken auf der Landkarte. Wir dürfen bei der Versorgung nicht nur die Haushalte im Blick haben, sondern müssen weiter gehen und den Anspruch auch für die Fläche haben", sagte Klöckner der Rheinischen Post. Das sei für die ländlichen Räume als Ganzes wichtig, für die Bewohner und auch für die digitalen Anwendungen zum Beispiel auf dem Acker oder der Forstwirtschaft im Wald.

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  2. UDG United Digital Group, Mainz, Herrenberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Hamburg

Dagegen sagte Wolfgang Hackenberg, Geschäftsführer Nokia Deutschland am 14. November 2018, in der gegenwärtigen Debatte werde gefordert, dass mit 5G die Funklöcher auf dem Lande geschlossen werden. "Wir alle wissen, dass das nicht ganz so laufen wird."

Ein breites 5G-Netz in Deutschland bei 3,5 GHz würde laut Angaben der Telefónica pro Netzbetreiber 76 Milliarden Euro kosten und über 200.000 neue Mobilfunkstandorte in Deutschland erfordern. Andere Berechnungen gehen bei einem flächendeckenden Ausbau von rund 190.000 neuen Sites pro Betreiber und Kosten von unter 30 Milliarden Euro aus.

"Es ist gut, dass wir uns bei der Digitalklausur des Kabinetts darauf verständigt haben, dass die Kommission zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse sich damit beschäftigt, wie die verbleibenden nicht versorgten Haushalte und Flächen zügig angebunden werden", betonte Klöckner.

Mobilfunkgipfel behandelte LTE

Beim Mobilfunkgipfel sei die zeitnahe Abdeckung von 99 Prozent aller Haushalte zugesagt worden, sagte die Ministerin. Das bezog sich aber auf den LTE-Ausbau und der sollte bis Ende 2020 erfolgen. "Für die verbleibende Versorgungslücke der Haushalte und Fläche benötigen wir dann ein Förderprogramm, um das Leben und Arbeiten gleichwertig gestalten zu können", forderte Klöckner.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 4K-Filme im Steelbook und Amiibo-Figuren)
  2. 699,00€ (Bestpreis!)
  3. ab 99,00€
  4. (aktuell u. a. Icy Box Mulitkartenleser für 12,99€, Cooler Master Master Mouse für 24,99€)

bombinho 17. Nov 2018

Auf der physischen Seite ist das mehr oder weniger korrekt. Allerdings ist die logische...

bombinho 17. Nov 2018

Niedrige Frequenzen sind ebenfalls notwendig um Kunden in Gebaeuden zu erreichen.

Behemoth89 16. Nov 2018

Als ich letztes Jahr in Skandinavien war hatte ich selbst im tiefsten Wald 4G. Hier habe...

amagol 16. Nov 2018

LOL Nein, eine infrastruktur auf dem Land ist deshalb notwendig, weil autonomes Fahren...

RipClaw 16. Nov 2018

3G wird es ab ca. 2020 wohl nicht mehr geben. Es gab schon Ankündigungen das man den...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Test

5fach-Teleobjektiv und lichtstarker Sensor - das Huawei P30 Pro hat im Moment die beste Smartphone-Kamera.

Huawei P30 Pro - Test Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

    •  /