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Jules: Googles Coding-Agent geht in die öffentliche Betaphase

Google I/O 2025
Die KI Jules entwickelt Code und erklärt Vorschläge. Nutzer geben dem Programmieragenten Aufgaben, der arbeitet mit Repositories von Github .
/ Johannes Hiltscher
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Programmierern soll Googles Coding-Agent Jules die Routineaufgaben abnehmen, damit sie den Kopf für Komplexeres frei haben. (Bild: Tim Gouw, Pexels)
Programmierern soll Googles Coding-Agent Jules die Routineaufgaben abnehmen, damit sie den Kopf für Komplexeres frei haben. Bild: Tim Gouw, Pexels / CC0 1.0

Google hat mit der Hausmesse I/O den Programmieragenten Jules in die öffentliche Betaphase entlassen(öffnet im neuen Fenster) . Zuvor war der Zugang zu dem Programmierwerkzeug, das bereits im Dezember 2024 vorgestellt wurde , nur eingeschränkt über Google Labs möglich. Der Agent basiert auf Gemini 2.5 Pro, das laut Google nicht nur aktuell führend in Programmier-Benchmarks ist, sondern auch mittels Reasoning Lösungswege erläutern kann.

Der Konzern verspricht, dass der Agent eine Reihe von Routineaufgaben übernehmen und damit die Produktivität von Entwicklern steigern könne. Als Beispiele werden die Entwicklung von Code für Tests, die Überprüfung und Aktualisierung externer Abhängigkeiten oder das Fixen von Bugs genannt. Auch neue Features soll Jules entwickeln und in auf Github versionierten Code einpflegen können.

Jules arbeitet asynchron und ähnlich wie Githubs Copilot: Entwickler geben dem Agenten eine oder mehreren Aufgaben, die parallel bearbeitet werden. Mit deren Hilfe kann Jules jeweils einen Plan entwickeln und vorschlagen. Mit Reasoning sollen die Ansätze nachvollziehbar sein, die vorgeschlagenen Änderungen werden angezeigt. Entwickler können sie prüfen, Modifikationen vorschlagen oder in den Code übernehmen. Ein Feature sticht heraus: Jules kann Change Logs zusammenfassen und vorlesen.

Durchaus denkbar, dass die Arbeitsweise des Agenten nicht jedem Entwickler gefällt: Jules klont Repositories, an denen er arbeitet, in eine Google Cloud VM. Zwar verspricht das Unternehmen, den Code nicht für Trainingszwecke zu nutzen und von anderen Nutzern zu isolieren. Dennoch landet am Ende auch Code aus privaten Repositories – mit denen Jules ebenfalls arbeiten kann – beim Konzern.

Während der Betaphase kann Jules kostenlos genutzt werden. Google hat aber bereits angekündigt, auf ein kostenpflichtiges Modell umschwenken zu wollen.


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