• IT-Karriere:
  • Services:

Jugendschutz: Zehn Jahre GTA machen nicht aggressiv

Wissenschaftler haben sich in einer Langzeitstudie mit gewalthaltigen Spielen beschäftigt, darunter Grand Theft Auto.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von GTA 5
Artwork von GTA 5 (Bild: Rockstar Games)

Auch die lange und intensive Beschäftigung mit gewalthaltigen Computerspielen in Kindheit und Jugend führt nicht zu einer messbaren Erhöhung der Aggressivität. Das ist das Ergebnis einer über 10 Jahre durchgeführten Langzeitstudie, die Laura Stockdale von der Loyola University Chicago und Sarah Coyne von der Brigham Young University in Idaho nun veröffentlicht haben.

Stellenmarkt
  1. SCHOTT AG, Mainz
  2. über duerenhoff GmbH, Schwalmstadt

Die Psychologinnen und Familienforscherinnen haben ab 2007 mit rund 500 Probanden aus einer großen US-Stadt untersucht, ob und welchen Einfluss gewalthaltige Games auf Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen haben.

Im Abstract ihrer Studie nennen die Wissenschaftlerinnen exemplarisch nur Grand Theft Auto. Welcher Teil und welche anderen Spiele untersucht wurden, wird nicht weiter ausgeführt.

Es gab drei Gruppen: Personen mit einem anfangs - aus welchem Grund bleibt unklar - hohen Aggressionslevel (4 Prozent) sowie Teilnehmer mit einem mittleren (23 Prozent) und mit einem niedrigen Aggressionslevel (73 Prozent).

Die Probanden in der Gruppe mit dem hohen und mit dem mittleren Aggressionslevel haben im Laufe der Zeit mal mehr und mal weniger gezielt zu weiteren gewalthaltigen Spielen gegriffen. Die Teilnehmer in der dritten Gruppe haben minimal häufiger derartige Titel bevorzugt.

Die Forscherinnen verstehen das als Anzeichen dafür, dass Gewalt für die Studienteilnehmer trotz Grand Theft Auto keine - oder kaum eine - größere Bedeutung bekommen habe. Vor allem aber wollen Stockdale und Coyne festgestellt haben, dass sich das tatsächliche soziale Verhalten in allen drei Gruppen bis zum Ende der Studie kaum verändert habe.

Grand Theft Auto V Premium Edition - [PlayStation 4]

Auffällig war immerhin, dass die Gruppe mit dem anfangs mittleren Aggressionslevel zum Schluss das höchste Gewaltpotenzial hatte. Die als hoch und moderat aggressiv eingestuften Teilnehmer waren mit größerer Wahrscheinlichkeit männlich, die als hoch eingestuften Teilnehmer hatten außerdem tendenziell zu Studienbeginn depressive Erkrankungen.

Es gibt immer wieder Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Gewalt in Computerspielen und aggressivem Verhalten auseinandersetzen. In den letzten Jahren sind die meisten Forscher zu dem Ergebnis gekommen, dass Games die Gewaltbereitschaft eher nicht oder kaum messbar erhöhen. Langzeitstudien wie die nun vorgestellte gibt es bisher wenige.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. (u. a. Galaxy S21 mit Galaxy Buds Pro In-Ears und Galaxy Smart Tag für 849€)
  2. 189,99€ (Bestpreis)
  3. 279,99€ (Bestpreis)

Clown 07. Jan 2021 / Themenstart

Der Punkt ist ja eben, dass das Thema trotz der mittlerweile überwältigenden Beweise...

Clown 07. Jan 2021 / Themenstart

Wenn Du darüber nachdenkst, stellst Du fest, dass sich diese beiden Aussagen...

Clown 06. Jan 2021 / Themenstart

Ich hab auch schon Eingabegeräte erneuern müssen. Auf ein anderes Lebewesen habe ich...

GPUPower 05. Jan 2021 / Themenstart

Oder einfach ausgedrückt: Frustration Genau so wie im echten Leben auch.

nehana 05. Jan 2021 / Themenstart

Danke, die einzig intelligente Antwort.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Cyberpunk 2077 - Fazit

Im Test-Video stellen wir unser Fazit von Cyberpunk 2077 vor.

Cyberpunk 2077 - Fazit Video aufrufen
20 Jahre Wikipedia: Verlässliches Wissen rettet noch nicht die Welt
20 Jahre Wikipedia
Verlässliches Wissen rettet noch nicht die Welt

Noch nie war es so einfach, per Wikipedia an enzyklopädisches Wissen zu gelangen. Doch scheint es viele Menschen gar nicht mehr zu interessieren.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Desktop-Version Wikipedia überarbeitet "klobiges" Design

USA: Die falsche Toleranz im Silicon Valley muss endlich aufhören
USA
Die falsche Toleranz im Silicon Valley muss endlich aufhören

Github wirft einen Juden raus, der vor Nazis warnt, weil das den Betrieb stört. Das ist moralisch verkommen - wie üblich im Silicon Valley.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. CES 2021 So geht eine Messe in Pandemie-Zeiten
  2. Handyortung Sinnloser Traum vom elektronischen Zaun gegen Corona
  3. CD Projekt Red Crunch trifft auf Cyberpunk 2077

CPU und GPU vereint: Wie die Fusion zu AMDs Zukunft wurde
CPU und GPU vereint
Wie die Fusion zu AMDs Zukunft wurde

Mit Lauchgemüse und Katzen-Kernen zu Playstation und Xbox: Wir blicken auf ein Jahrzehnt an Accelerated Processing Units (APUs) zurück.
Ein Bericht von Marc Sauter


      •  /