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Ein Kind schaut auf ein Notebookdisplay.
Ein Kind schaut auf ein Notebookdisplay. (Bild: AFP/Getty Images)

'Gegenteil von einer heimlichen staatlichen Überwachung'

Thomas Langheinrich betont, dass ein freiwillig gewählter Kinder- und Jugendschutzfilter ähnlich wie ein Antivirenfilter nichts mit Zensur zu tun habe: "Ich würde es eher mit dem Alkoholverbot für Kinder in Gaststätten vergleichen. Das ist allgemein akzeptiert und Deutschland wird dennoch nicht als Land der Prohibition bezeichnet." Mit dem Jugendschutzfilter werde eben nicht auf der staatlichen Ebene etwas mit Zwang durchgesetzt, sondern es sei erst einmal ein Angebot an die Eltern.

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Die Furcht vor der Zensur entspringe einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber dem Rechtsstaat, meint der Landesmediendirektor. Doch dieses sei unbegründet, da es auch in anderen Bereichen Regelungen mit Einspruchsmöglichkeiten gebe. Langheinrich: "Das ist doch das Gegenteil von einer heimlichen staatlichen Überwachung, die es nicht im Rechtsstaat geben darf." Der Kinder- und Jugendschutz werde im Moment nur deshalb in Deutschland nicht intensiver diskutiert, da man Angst davor habe, in einem Blog als Blindgänger bezeichnet zu werden. Deshalb geben sich viele Politiker liberal, anstatt über bessere und handhabbarere Alternativen nachzudenken.

Tatsächlich würde mit dem Kinder- und Jugendschutzfilter Eltern ein zentrales Schutzmittel an die Hand gegeben. Gegenwärtig müssen Eltern nämlich für jedes Gerät im Haushalt eine Filtersoftware installieren, wobei es etwa für Tablets noch gar keine zertifizierte Schutzsoftware gibt.

Briten können den Filter an verschiedene Altersstufen anpassen

Eine Umfrage des Hans-Bredow-Instituts ergab, dass zwar fast alle Eltern wissen, dass es eine Filtersoftware gibt, doch nur etwa die Hälfte hat sich damit näher auseinandergesetzt. Und nur 23 Prozent setzen tatsächlich eine Filtersoftware ein. Langheinrich: "Genau dieser Punkt der zu geringen Verbreitung und der zu geringen Information der Eltern bringt mich dazu, die Internetprovider als den zentralen Ansatzpunkt zu sehen, um die Eltern mit der Frage zu konfrontieren." In Großbritannien können die Eltern über ihr Onlinekundenkonto den Filter überdies an verschiedene Altersstufen und Inhalte anpassen.

Gegner von Filtersoftware weisen darauf hin, dass immer wieder Webseiten falsch klassifiziert werden. Auch die gegenwärtigen Filter von Jusprog und der Kinderschutzsoftware, die von der staatlichen Kommission Jugendschutz und Medien (KJM) anerkannt wurden, müssen lediglich 80 Prozent der Webseiten richtig zuordnen. Langheinrich räumt ein: "Filter geben keine hunderprozentige Sicherheit." Aber das sei auch beim Antivirenschutz so, und trotzdem werde er installiert.

Die meisten Filterprogramme ermöglichten zudem Whitelists und Blacklists, die von den Eltern gepflegt werden können. Diese könnten für ein entsprechendes Feedback an die Entwickler genutzt werden. Langheinrich glaubt jedenfalls, dass die Bereitschaft, die Filter qualitativ weiterzuentwickeln, am ehesten dann gegeben sei, wenn sich ein professionelles Unternehmen damit befasse, das Wert auf Qualität lege.

 Opt-out: Voraktivierter Jugendschutzfilter gefordert

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Hardy65 07. Mär 2014

Überwachung der Kleinen ist gut - aber nicht von der NSA. Wir sollten eine NSA-ähnliche...

nw42 06. Mär 2014

nichts gegen Jugendschutz, aber das ist schon wieder dummer blinder Aktionismus... Ich...

Anonymer Nutzer 06. Mär 2014

Mal zum Wachrütteln: Deinem Informationsanschluss soll eine Infrastruktur vorgeschalten...

dopemanone 06. Mär 2014

oder warum sind von 10 artikeln 8 stück magenta-hinterlegt?? langsam nerfts! und ihr...

HubertHans 06. Mär 2014

Du hast die Ironie nicht verstanden...



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