Abo
  • Services:

Jugendschutz: Studie der US-Regierung entlastet Spielebranche

Nach einem Schulmassaker im Frühjahr 2018 hatte US-Präsident Donald Trump die Spielebranche beschimpft. Nun entlastet eine in seinem Auftrag erstellte Studie die Spielebranche; auch das System der Altersfreigaben funktioniert offenbar ganz ordentlich.

Artikel veröffentlicht am ,
Junger Spieler auf der Gamescom 2018
Junger Spieler auf der Gamescom 2018 (Bild: Michael Gottschalk/Getty Images)

Eine unabhängige Regierungskommission hat in den USA ihren Abschlussbericht über Gewalt an Schulen vorgelegt. Die Untersuchung, die ausdrücklich für den Präsidenten angefertigt wurde, beschäftigt sich unter dem Titel School Safety (PDF) mit gewalthaltigen Computerspielen, aber auch mit Filmen und anderen Medien.

Stellenmarkt
  1. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
  2. Bosch Gruppe, Grasbrunn

Die Kommission präsentiert sehr differenzierte Ergebnisse. Was Games angeht, schreiben sie einerseits, dass Untersuchungen belegt hätten, dass die Gewalt in Spielen "einen entscheidenden Faktor für die Entwicklung eines Kindes" darstelle; anderseits gebe es auch Belege dafür, dass gewalthaltige Medien eher zu einem Spannungsabbau und damit zu weniger realer Gewalt führen könne. Generell sei ein Problem, dass viele der Studien nicht reproduzierbar seien.

Die Autoren der Untersuchung schreiben außerdem, dass Eltern die Altersfreigaben des Entertainment Software Rating Board (ESRB) - das Gegenstück zur deutschen USK - relativ ernst nehmen. 86 Prozent der Eltern hätten bei einer Untersuchung im Jahr 2016 gesagt, dass sie die Altersfreigaben kennen, und 73 Prozent würden sie bei Käufen von Spielen für ihre Kinder beachten.

Laut dem Bericht gibt es Schätzungen, dass es Szenen mit Gewalt in 90 Prozent aller Filme, aber nur in 68 Prozent alle Computerspiele gibt, in 60 Prozent der TV-Sendungen und in 15 Prozent der Musikvideos.

Die Untersuchung wurde im Frühjahr 2018 von der US-Regierung in Auftrag gegeben, und zwar als Reaktion auf das Massaker vom 14. Februar 2018 an der Marjorie Stoneman High School in Parkland in Florida, wo ein 19-Jähriger 17 Menschen erschoss. US-Präsident Donald Trump hatte damals vor allem die Spielebranche verantwortlich gemacht und sich mit Vertretern unter anderem von Bethesda und Electronic Arts getroffen. Konkrete Beschlüsse hatte es nicht gegeben - bis eben auf die Untersuchung.

Konkreten Handlungsbedarf sehen die Autoren der Studie beim Altersfreigabesystem der Kinobranche (MPAA). Außerdem empfehlen sie den Schulbehörden unter anderem ein engagierteres Vorgehen gegen Onlinemobbing, bessere Waffenkontrollen und größeres Augenmerk für psychische Auffälligkeiten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,99€ (erscheint am 25.01.)
  2. 12,49€
  3. (-78%) 4,44€

marcelpape 23. Dez 2018 / Themenstart

https://www.youtube.com/watch?v=E373c276__E Ihr Part ab 4:20. Und sie ist offenbar die...

ML82 22. Dez 2018 / Themenstart

was du eingangs beschreibst ist eine hinlänglich bekannte sozialdynamik unter menschen...

Frogger2ky 21. Dez 2018 / Themenstart

DOKTOR Pfeiffer bitte.

Lord Gamma 21. Dez 2018 / Themenstart

Allerdings kann selbst der Einfluss eines Antippens auf die Schulter auf...

aLpenbog 21. Dez 2018 / Themenstart

Am Ende ist es klar. Das Thema ist sehr brisant, spricht viele Leute an und ist für viele...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Commodore CDTV (1991) - Golem retro_

Das CDTV wurde in den frühen 1990er Jahren von Commodore als High-End-Multimediasystem auf den Markt gebracht. Wir beleuchten die Hintergründe seines Scheiterns und spielen Exklusivtitel.

Commodore CDTV (1991) - Golem retro_ Video aufrufen
Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  2. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
  3. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

    •  /