Jugendschutz: Schluss mit dem Lootbox-Casino für Kinder

Die Spielebranche war gegen das neue Jugendschutzgesetz - aber für Gamer und Eltern könnte es ein Segen sein.

Ein IMHO von veröffentlicht am
Lootbox in Overwatch
Lootbox in Overwatch (Bild: Blizzard)

Die Älteren von uns werden sich mit Grauen an die Killerspieldebatten aus den 80er und 90er Jahren erinnern, als einige Politiker pauschal alle Gamer in einem Topf mit Gewaltfanatikern und Psychopathen warfen. Nun gibt es wieder eine Reform der Jugendschutzgesetze und in dem Text ist durchaus ein gewisses Misstrauen gegenüber neuen Technologien zu spüren.

Stellenmarkt
  1. IT Process Manager (m/w/d)
    Soluvia IT-Services GmbH, Mannheim, Kiel, Offenbach am Main, Homeoffice
  2. Verwaltungsfachangestellter (m/w/d) im Bereich Jugendwesen
    ekom21 - KGRZ Hessen, Gießen, Kassel, Fulda
Detailsuche

Die gerade verabschiedete Reform könnte im ungünstigsten Fall zu einer Verschärfung der Jugendschutzregeln führen - wobei noch nicht final absehbar ist, wie die praktische Umsetzung ausgestaltet wird. Verbände wie Game und Bitkom waren gegen die Änderungen.

Tatsächlich ist auch mein Eindruck, dass wieder mal kein Gesetz aus einem Guss entstanden ist. Bürokratische Doppelstrukturen und unklare Zuständigkeiten bleiben. Teilweise könnte es sogar zu Verschlimmbesserungen kommen, etwa im Hinblick auf die Reform der künftigen Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz.

Anders als in den Debatten um die Killerspiele geht es allerdings nicht - oder so gut wie gar nicht - um die Inhalte der Games beziehungsweise der jeweils betroffenen Medien. Stattdessen beschäftigt sich das Gesetz im Kern mit einigen Elementen, die von der Industrie etwa um Spiele herum gebaut werden.

Die Zielrichtung stimmt

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12./13.12.2022, virtuell
  2. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    05.-07.12.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Diese sogenannten Interaktionsrisiken - darunter Chats und Lootboxen - empfinden auch viele Spieler als störend. Richtig problematisch sind solche Elemente in Angeboten für Kinder und Jugendliche. Man muss das gar nicht weiter ausführen: Wer einmal in einem Onlinespiel im öffentlichen Chat mitgelesen hat, kennt mit ziemlicher Sicherheit die dort oft herrschende Verrohung.

Natürlich ist es auch Sache der Eltern, die Sprösslinge vor derartigen Inhalten sowie vor Kostenfallen wie Lootboxen zu schützen. Aber man sollte die Eltern eben auch nicht alleinlassen, sondern sie auf sinnvolle Art unterstützen - auch wenn das so manches Geschäftsmodell der Spielebranche stört.

Mir kommt der Ansatz richtig vor: die Jüngsten vor problematischen Inhalten und Abzocke schützen und den Älteren weiterhin Zugang zu den gewohnten Inhalten ermöglichen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Clown 12. Mär 2021

Also Symptom- statt Ursachenbekämpfung?

Jetset 08. Mär 2021

Ja....wenn es nur Kosmetik ist wäre das sicher ok. Aber einige übertreibens echt...wie...

042000 08. Mär 2021

Jede lootbox ist Glücksspiel. Eine Zufällige Belohnung für etwas ist fast immer...

Ize 08. Mär 2021

Anti Lootbox befürworte ich natürlich aber dann kommt halt ein DLC nach dem anderen damit...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
El-Ali-Meteorit
Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten

In einer Probe aus einem in Somalia niedergegangenen Meteoriten wurden zwei Mineralien entdeckt, die auf der Erde so bisher nicht gefunden wurden.

El-Ali-Meteorit: Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten
Artikel
  1. Kraftfahrt-Bundesamt: Elektrischer Corsa sollte zur Abgasuntersuchung
    Kraftfahrt-Bundesamt
    Elektrischer Corsa sollte zur Abgasuntersuchung

    Das Kraftfahrt-Bundesamt ruft den Opel Corsa samt der Elektro-Variante zurück, weil ein Softwarefehler im Auto eine Messung verhindert.

  2. Recruiting: Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden
    Recruiting
    Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden

    Software ist objektiv und kennt keine Vorurteile, das macht Künstliche Intelligenz interessant für die Personalauswahl. Ist KI also besser als Personaler? Die Bewerber sind skeptisch und die Wissenschaft liefert keinen Beweis dafür.
    Ein Bericht von Peter Ilg

  3. Gerichtsurteil: MDR darf Facebook-Kommentare ohne Sendungsbezug löschen
    Gerichtsurteil
    MDR darf Facebook-Kommentare ohne Sendungsbezug löschen

    Öffentlich-rechtliche Sender begehen keine Zensur, wenn sie nicht strafbare Kommentare auf Facebook löschen. Manchmal sind sie eher dazu verpflichtet.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Tiefstpreise: Crucial SSD 4TB 319€, Palit RTX 4080 1.499€, HTC Vive Pro 2 659€ • Alternate: Team Group SSD 512GB 29,99€, AOC Curved 27" 240 Hz 199,90€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ [Werbung]
    •  /