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Jugendschutz: Obama fordert nach Massaker Studie zu Gewaltspielen

Nach dem Schulmassaker von Newtown will Barack Obama zehn Millionen US-Dollar für eine Studie über die Auswirkungen von gewalthaltigen Medien ausgeben - auch von Games. Der US-Branchenverband findet das gut.
/ Peter Steinlechner
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Barack Obama schlägt bei einer Rede eine neue Spielestudie vor. (Bild: Kevin Lamarque/Reuters)
Barack Obama schlägt bei einer Rede eine neue Spielestudie vor. Bild: Kevin Lamarque/Reuters

Nach dem Schulmassaker von Newtown will US-Präsident Barack Obama eine Reihe von Einschränkungen beim Verkauf von Waffen und Munition durchsetzen. Gleichzeitig verlangt er eine Studie über Medienkonsum: "Der Kongress wird eine Studie finanzieren, in der die Auswirkungen von gewalthaltigen Videospielen auf junge Gemüter untersucht werden" , sagte Obama in einer Rede im Weißen Haus. Der US-Präsident reicht eine Gesetzesvorlage beim Kongress ein, in der für die Untersuchung rund zehn Millionen US-Dollar beantragt werden. Bereits kurz nach dem Massaker im Dezember 2012 hatten US-Senatoren einen Gesetzesvorschlag für eine vergleichbare Studie vorgelegt.

Obama gilt zwar als sehr aufgeschlossen gegenüber Neuen Medien. Er hat sich aber in der Vergangenheit vereinzelt eher als Kritiker von Games geäußert - nicht so sehr wegen der Gewaltfrage, sondern weil Spieler weniger Zeit zum Lernen für Schule, Studium und Sport hätten.

Der Branchenverband ESA begrüßt den Vorschlag von Obama ausdrücklich in einem Statement gegenüber der US-Seite Joystiq(öffnet im neuen Fenster) . Allerdings geht die Organisation fest davon aus, dass festgestellt wird, dass gewalthaltige Medien keinerlei negativen Auswirkungen haben.

Fast gleichzeitig hat der zur Demokratischen Partei gehörende Politiker Jim Mathesen einen Gesetzesvorschlag im Repräsentantenhaus eingebracht, der eine Kennzeichnung von Spielen und Verkaufsverbote für Minderjährige vorsieht, wie die US-Seite Gamepolitics.com berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Entsprechende Gesetze gibt es in den USA bereits, sie sind allerdings nicht besonders streng. Details über die neue Eingabe sind noch nicht bekannt.

US-Vizepräsident trifft Vertreter der Spielebranche
US-Vizepräsident trifft Vertreter der Spielebranche (12:43)

Mitte Januar 2013 hatte sich US-Vizepräsident Joe Biden mit Vertretern der Spielebranche getroffen, um unter anderem über Gewaltinhalte zu reden und daraus Vorschläge für Obama und andere Initiativen zu machen. Biden ist insgesamt recht gnädig mit der Gamesbranche umgegangen - an der Verbesserung ihres Images sollte sie aber arbeiten.


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