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Jugendschutz: Meta lehnt eigene Altersverifikation ab

Facebook und Instagram haben Ärger wegen ihrer Altersverifikation. Doch Meta will eine zuverlässige Kontrolle nicht für die eigenen Apps einführen.
/ Friedhelm Greis
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Meta schlägt einheitliche Regeln für den Jugendschutz in Apps vor (Symbolbild). (Bild: Pixabay)
Meta schlägt einheitliche Regeln für den Jugendschutz in Apps vor (Symbolbild). Bild: Pixabay

Der US-amerikanische IT-Konzern Meta will strengere Vorgaben zum Jugendschutz nicht in den eigenen Apps umsetzen. "Eltern und Teenager sollten nicht gezwungen sein, sensible Informationen wie Ausweisdokumente an Hunderte von Apps weiterzugeben, um ihr Alter zu verifizieren. Stattdessen sollten diese Informationen einmalig durch den App Store oder das Betriebssystem verifiziert und das Alter dann an die Apps weitergegeben werden" , teilte das Unternehmen am 26. November 2024 mit.

Hintergrund des Vorschlags dürfte ein Verfahren sein, das die EU-Kommission gegen den Anbieter der sozialen Medien Facebook und Instagram eingeleitet hat . In dem Verfahren wird überprüft, ob Meta den Zugang von Minderjährigen zu ungeeigneten Inhalten ausreichend einschränkt, was vor allem die von Meta verwendeten Instrumente zur Altersüberprüfung betrifft. Diese seien möglicherweise "nicht angemessen, nicht verhältnismäßig und nicht wirksam" .

Neue EU-Verordnung gefordert

In einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) machte Meta-Managerin Antigone Davis weitere Vorschläge zum Jugendschutz. Darin fordert sie unter anderem eine "neue EU-Verordnung, die Teenagern im Internet einen klaren, einheitlichen Schutz bietet und für alle von ihnen verwendeten Apps gilt" .

Weiterhin fordert Meta der Mitteilung zufolge, dass Eltern benachrichtigt werden sollen, wenn Jugendliche unter 16 eine App herunterladen möchten. Die Eltern könnten dann entscheiden, ob sie den Download genehmigen.

Zudem solle es eine branchenweite Regelung geben, welche Arten von Inhalten wann als altersgerecht eingestuft würden – so wie es auch bei Filmen und Videospielen der Fall sei. "Darüber hinaus sollten bestimmte Apps, einschließlich Social-Media-Apps, Kontrollwerkzeuge für Teenager unter 16 Jahren anbieten, die Eltern aktivieren und einstellen können" , hieß es weiter.


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