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Jugendschutz: Meta führt KI-gestützte Alterserkennung in der EU ein

Ab sofort werden Profile auf Instagram und Facebook kontextuell und visuell auf Hinweise zum wahren Alter der Nutzer geprüft.
/ Mike Faust
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Auf Facebook und Instagram wird das Alter ab sofort mithilfe von KI überprüft. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Auf Facebook und Instagram wird das Alter ab sofort mithilfe von KI überprüft. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Meta prüft in Ländern der Europäischen Union ab sofort das Alter von Nutzern der Plattformen Instagram und Facebook(öffnet im neuen Fenster) mithilfe von künstlicher Intelligenz. Dabei sollen Verhaltensmuster erkannt und visuelle Analysen durchgeführt werden, um das Alter von Nutzern zu erkennen.

Nutzerprofile werden nach kontextuellen Hinweisen auf das Alter durchsucht, etwa Erwähnungen von Schulnoten oder Geburtstagsfeiern in Posts und Kommentaren. Zudem werden Fotos und Videos auf körperliche Merkmale gescannt, um das Alter zu schätzen. Eine Gesichtserkennung, durch die einzelne Personen identifiziert werden könnten, soll dabei nicht eingesetzt werden.

Ergeben die Analysen des Systems, dass eine Person unter 13 Jahre alt ist und bei der Anmeldung ein falsches Geburtsdatum angegeben hat, wird das Konto deaktiviert und der Nutzer muss einen Altersnachweis erbringen. Wird eine Person als über 13, aber unter 18 Jahre alt beurteilt, wird das Konto in ein geschütztes Profil für Minderjährige umgewandelt. Bei einer Änderung der Altersangabe von unter 18 auf über 18 Jahre ist ebenfalls eine Verifikation erforderlich.

Eltern sollen bei Gesprächen mit Kindern unterstützt werden

Außerdem sollen Eltern durch Benachrichtigungen und Hilfsmittel in die Altersverifikation eingebunden werden. Diese sollen beispielsweise Gespräche über die Notwendigkeit unterstützen, das korrekte Alter anzugeben. Über das Family Center sollen Familien zudem die digitalen Profile ihrer Mitglieder verwalten können.

Auch fordert Meta mehr elterliche Kontrolle auf Appstore-Ebene und spricht sich für gesetzliche Regelungen aus, die eine Zustimmung der Eltern und die Altersverifizierung direkt in Appstores vorschreiben. Ziel solle sein, einen zentralen, konsistenten Ort für den Jugendschutz zu schaffen, anstatt diesen jeder App einzeln zu überlassen, so der Konzern.

In der EU wurde die Entwicklung einer App zur Altersverifikation bereits abgeschlossen. Damit sollen EU-Bürger ihr Alter nachweisen können, ohne persönliche Daten preiszugeben.


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