Jugendschutz: EA-Chef fordert weltweit einheitliche Altersfreigaben
In einer Rede vor Politikern und Angehörigen der Spielebranche in Washington hat EA-Chef John Riccitiello ein weltweit einheitliches Jugendschutzsystem gefordert. Zwar habe der oberste US-Gerichtshof der Spielebranche grundsätzlich die gleichen Rechte wie der Filmbranche, Schriftstellern oder Musikern eingeräumt. Mit der Freiheit eng verbunden sei aber auch Verantwortung, sagte Riccitiello laut Polygon.com(öffnet im neuen Fenster) .
"Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, müssen wir besser darin werden, den Konsumenten auf allen Vertriebskanälen und Plattformen und in allen Regionen zu informieren" , sagte der EA-Chef. "Wir brauchen ein selbstreguliertes, weltweites Altersfreigabesystem über alle Spieleformate hinweg." Riccitiello verwies darauf, dass das Publikum für Games von 200 Millionen auf inzwischen rund eine Milliarde gewachsen sei.
Auch andere Vertreter von Electronic Arts haben in der Vergangenheit eine Vereinheitlichung der Standards gefordert . Ebenso wenig neu ist die Forderung, statt auf externe Einrichtungen – wie die USK in Deutschland – auf ausschließlich von den Unternehmen selbst durchgeführte Prüfungen zu setzen, wie das bei der europäischen Pegi und der nordamerikanischen ESRB der Fall ist.
Die Chancen, dass sich Riccitiello mit seinen Vorstellungen durchsetzt, dürften aber äußerst gering sein. Schon allein die Unterschiede bei der Einschätzung der möglichen Problematiken von Sexualität und Gewalt in Europa und den USA dürften kaum miteinander vereinbar sein.