Jugendschutz: China erlaubt neue Computerspiele

Aufatmen bei Publishern: In China gibt es wieder Zulassungen für Computerspiele. Auf einen Schlag wurden jetzt 80 neue Games auf allen Plattformen freigegeben. Weitere sollen folgen - auch von Tencent und Netease, deren Aktienkurs unter der monatelangen Sperre gelitten hatten.

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Besucher auf einer Spielemesse im Jahr 2017 in Shanghai
Besucher auf einer Spielemesse im Jahr 2017 in Shanghai (Bild: STR/AFP/Getty Images)

Chinesische Spieler können sich auf zahlreiche neue Games freuen. Die Behörden des Landes haben laut The Verge Ende Dezember 2018 auf einen Schlag 80 eingereichte Programme freigegeben, die nun nach und nach erscheinen sollen: Sechs für PC, sechs im Browser ausführbare, 67 für mobile Endgeräte und eines für die Playstation 4. Das einzige im Westen halbwegs bekannte Spiel ist das für die PS4, das hierzulande unter dem Namen Animal Force erhältlich ist und in China als Human Rescue Project vermarktet wird.

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In den vergangenen Monaten gab es viel Unruhe unter den weltweit agierenden Publishern, weil in China keine Zulassungen mehr für Computerspiele erteilt wurden. Besonders gelitten haben die chinesischen Technologieunternehmen Tencent und Netease und deren Aktienkurse. Bei den nun veröffentlichten 80 Games ist zwar keines von den beiden Unternehmen vertreten. Aber der Grund ist offenbar nur, dass es eine Zeit dauert, bis alle eingereichten Spiele abgearbeitet sind.

"Für die chinesische Spielebranche sind dies offensichtlich gute Nachrichten", teilte Tencent laut CNN in einer Erklärung mit. "Wir sind zuversichtlich, dass wir nach dem Erhalt der Lizenzfreigaben immer mehr hervorragende kulturelle Werke für die Gesellschaft und die Öffentlichkeit veröffentlichen können." Der Aktienkurs des Konzerns war direkt nach Bekanntgabe der Neuzulassungen von Titeln wieder spürbar gestiegen.

Hintergrund der monatelangen Sperre war, dass die Regierung ihr Freigabesystem neu strukturiert hatte. Staatspräsident Xi Jinping höchstpersönlich soll dafür gesorgt haben, dass die Ministerien die Alterseinstufungen inklusive der Vorgaben für die Beschränkung der Spielzeit durch technische Maßnahmen überarbeiten. Dabei geht es nicht nur um Suchtproblematiken oder die Vermeidung von nicht gewollten kulturellen Inhalten - etwa die Propagierung von Glücksspiel.

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In letzter Zeit ist auch der Schutz von Kindern vor Kurzsichtigkeit in den Fokus gerückt. Mediziner diskutieren, inwieweit Blaulicht - das etwa von Smartphones direkt vor dem Auge des Nutzers emittiert wird - in den Dopaminstoffwechsel der Netzhaut eingreift und so zu Kurzsichtigkeit führt. Kurzsichtigkeit ist in der asiatischen Bevölkerung nach neusten Studien stärker ausgeprägt als in anderen Populationen. In der Wissenschaft werden dafür genetische und kulturelle Gründe vermutet. Games sind in China in allen Altersklassen weit verbreitet, besonders beliebt sind Spiele auf dem Smartphone.

Nachtrag vom 25. Januar 2019, 9:15 Uhr

Wie erwartet, hat die zuständige Behörde in China weitere 95 eingereichte Spiele freigegeben und dabei auch mehreren neuen Mobile Games von Tencent die Zulassung erteilt. Nach Bekanntwerden dieser Nachricht - unter anderem durch Reuters - konnte der Aktienkurs des Technologienkonzerns um über 3 Prozent zulegen.

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