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Jugendschutz bei Games: Politiker fordern Intensivierung statt Entschärfung

Eigentlich wollte eine Computerspieler-Vereinigung eine Entschärfung der Jugendschutzregeln erreichen. Politiker fordern in ihrer Reaktion stattdessen eine Intensivierung – was allerdings auch so gut wie sicher ohne Folgen bleibt.
/ Peter Steinlechner
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Ab-18-Spiel Call of Duty: Black Ops 2 (Bild: Activision)
Ab-18-Spiel Call of Duty: Black Ops 2 Bild: Activision

Wer sich politisch einbringt, muss damit rechnen zu scheitern – oder sogar genau das Gegenteil von dem zu erreichen, was er eigentlich wollte. Das ist dem Verband für Deutschlands Video- und Computerspiele(öffnet im neuen Fenster) (VDVC) passiert, der sich selbst als Interessenvertretung von Gamern sieht. Der VDVC hatte bereits 2011 versucht, über eine öffentliche Petition(öffnet im neuen Fenster) beim Deutschen Bundestag eine Entschärfung des Jugendschutzes bei Computerspielen zu erreichen.

Wichtigste Forderung war, das derzeit noch mögliche Indizierungsverfahren durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien – und damit ein sehr weitgehendes Verkaufsverbot der betroffenen Spiele nach § 131 StGB – abzuschaffen.

Wie jetzt über den VDVC bekanntwurde(öffnet im neuen Fenster), hat der Petitionsausschuss des Bundestages den Petitionsantrag am 16. Mai 2013 zurückgewiesen. Und stattdessen sogar strengere Regeln gefordert: "Entgegen der Auffassung des Petenten ist aus Sicht des Petitionsausschusses zu betonen, dass angesichts der Entwicklung in den entsprechenden Medien gerade eine Intensivierung und Verbesserung des Jugendschutzes erforderlich ist", schreiben die Politiker in ihrer Begründung. Die Regelungen von § 131 StGB hält der Ausschuss für richtig, "um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gefährlichen Medieninhalten zu gewährleisten" und schließt das Petitionsverfahren deshalb ab.

Dass die Forderung des Ausschusses nach strengeren Regeln irgendwelche Folgen hat, ist allerdings so gut wie ausgeschlossen. Keine der relevanten Parteien beschäftigt sich derzeit ernsthaft mit Jugendschutz und gewalthaltigen Spielen, und auch Politiker, die sich früher gerne mal zu den sogenannten "Killerspielen" geäußert haben, verfolgen das Thema derzeit nicht.


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