Jugendschutz: Altersbewertung von Apps soll vereinfacht werden

Jugendschutzorganisationen aus verschiedenen Ländern erarbeiten ein System zur Altersbewertung von Apps und Onlinespielen. Künftig soll ein Fragebogen reichen, um die Bewertung länderübergreifend vornehmen zu können.

Artikel veröffentlicht am , Christiane Schulzki-Haddouti
Der Google Play Store hat seine eigenen Altersbewertungen.
Der Google Play Store hat seine eigenen Altersbewertungen. (Bild: Golem.de)

Mehr Rechtssicherheit für Spieleentwickler: Jugendschutzorganisationen arbeiten länderübergreifend an einem System zur Altersbewertung von Apps und Onlinespielen, das auch die nationalen Besonderheiten berücksichtigen soll. In wenigen Monaten schon soll das Ergebnis präsentiert werden. Das Ziel: Spieleentwickler sollen einen einzigen Fragebogen ausfüllen müssen. Auf Grundlage der Antworten sollen dann die Altersbewertungen für verschiedene Länder generiert werden. Diese sollen die Entwickler dann einheitlich auf verschiedenen Plattformen nutzen können.

Inhalt:
  1. Jugendschutz: Altersbewertung von Apps soll vereinfacht werden
  2. Ein Fragebogen reicht zur Bewertung

Vor wenigen Jahren noch herrschte für den Spielemarkt ein stringentes Jugendschutzsystem, da der Markt nur von wenigen Unternehmen mit einer überschaubaren Anzahl von Plattformen dominiert wurde. Sie konnten es sich leisten, eine Altersprüfung finanziell zu stemmen und das Management für Alterskennzeichnungen in den verschiedenen Ländern zu übernehmen.

Doch mit der Verbreitung des Internets und der mobilen Plattformen hat sich das geändert: Heute können kleine Onlinespiele oder Apps von einzelnen Entwicklern in wenigen Tagen programmiert werden, auch der Veröffentlichungsprozess wurde beschleunigt. Gerade kleine Entwickler könnten sich nicht mit den Prüfgebühren für die weltweiten Bewertungsverfahren belasten, wenn sie gar nicht wüssten, ob sie überhaupt genügend Spiele verkaufen können, erklärt USK-Geschäftsführer Felix Falk in einem Fachbeitrag (PDF). Die USK ist in Deutschland die Selbstkontrollorganisation für Unterhaltungssoftware, die für Computerspiele nach dem Jugendschutzgesetz Alterskennzeichnungen vergibt.

App-Plattformen arbeiten mit unterschiedlichen Altersbewertungen

Google und Apple haben für ihre App-Plattformen deshalb jeweils eigene Bewertungssysteme eingerichtet. Die Entwickler füllen einfach einen von den Firmen entwickelten Fragebogen für den internationalen Markt aus. So kommt es, dass eine Software im Google-Play-Store eine ganz andere Altersbewertung haben kann als im App Store von Apple.

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Tatsächlich muss die Software jedoch den Vorgaben des gesetzlichen Jugendschutzes in den Ländern, in denen sie angeboten wird, entsprechen. Laut Felix Falk tun sie dies in vielen Fällen jedoch nicht. Denn die Bewertung in Apples oder Googles Stores entspreche keinem der nationalen Jugendschutzstandards. Sie sei "häufig nicht nachvollziehbar und teilweise schlicht unzutreffend", stellt Falk fest. Noch prekärer sei die Situation bei Plattformen, bei denen es häufig überhaupt keine Altersbewertungen gebe.

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Ein Fragebogen reicht zur Bewertung 
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