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Jugendliche und soziale Netzwerke: Geh sterben, Facebook!

Früher mochten wir Jugendlichen Facebook, aber wir sind längst auf andere Netzwerke umgestiegen. Und wer hat's uns vermiest? Na klar: die Eltern! Und nicht nur die.

Artikel von veröffentlicht am
Eine Facebook-Zeichnung
Eine Facebook-Zeichnung (Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images)

Facebook fanden wir vor ein paar Jahren noch cool und hip - wir Teenager. Jeder in meinem Alter nutzte es. Facebook ersetzte meinen Instant-Messenger ICQ mit seinem einprägsamen "uh oh" und bot neue Möglichkeiten, Bilder oder andere Inhalte zu teilen. Die Alternative SchuelerVZ konnte sich bei uns nicht durchsetzen. Warum? Vielleicht weil es eine rein deutsche Plattform war - mir gefiel jedenfalls das Pink nicht; wir wollten Facebook-Blau. Jetzt nutzen meine Freunde und ich viel lieber Whatsapp, Instagram und Snapchat, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Facebook ist für uns wie die E-Mail: Jeder hat es und nutzt es notgedrungen, keiner will es. Wir wünschten, Facebook würde endlich sterben - und daran sind auch unsere Eltern schuld.

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel auf einem US-Blog gelesen, in dem ein Teenager aus den USA, Andrew Watts, berichtete, welche sozialen Netzwerke er und seine Altersgenossen benutzen und warum. In vielen Punkten sprach er mir absolut aus der Seele. Auch er schrieb über Facebook: "Es ist für uns tot." Woran liegt das?

Mama, Papa, ihr seid schuld!

Früher waren wir bei Facebook unter uns. Doch seitdem auch Eltern und andere Verwandte es für sich entdeckt haben, teilen wir Bilder von der letzten Party nicht mehr gern in unserer Timeline. Auch weniger verfängliche Dinge posten wir nicht - einfach nur, weil wir wissen, dass unsere Eltern es sehen könnten. Durch ausbleibende Posts meiner Freunde ist mein Newsfeed eine einzige Werbefläche, in der mir Facebooks Algorithmus Dinge vorschlägt, die mich interessieren sollen. Jedoch habe ich noch nie verstanden, warum mir Posts von den Beauty-Bloggern Bibisbeautypalace und Dagibee oder die News zur neuesten Promi-Trennung von irgendwelchen Klatschblättern gezeigt werden - zur Zielgruppe gehöre ich nicht.

Zum Glück wird der ach so schlaue Algorithmus nicht in den Facebook-Gruppen eingesetzt. Ich sehe das, was mich interessiert, in chronologischer Reihenfolge. Werbung oder andere unwichtige Posts gibt es nicht. Auch mein Altersgenosse Andrew Watts aus den USA sieht das so: Ohne die Gruppenfunktion würden wir Facebook einen noch schnelleren Tod wünschen. Wir organisieren uns nämlich aktuell noch in den Facebook-Gruppen, etwa um Dinge, die unseren Schuljahrgang betreffen, zu besprechen - dort wird zum Abiball oder der nächste Woche anstehenden Mottowoche abgestimmt.

Finde deine Freunde ... nicht!

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Doch es gibt noch einen anderen Grund, warum Facebook für mich und meine Freunde nicht mehr so attraktiv ist wie früher: Das Finde-deine-Freunde-Konzept funktioniert kaum noch, denn viele in meinem Alter verwenden bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken nicht mehr ihren Klarnamen: Leute, die ich gestern beim Grillen kennengelernt habe, finde ich über die Suche einfach nicht. Datenschutzpräventionen an Schulen haben dazu beigetragen, dass viele Jugendliche - auch ich - ihren Blick auf die eigenen Daten, die man im Internet preisgibt, überdenken.

Cybermobbing hat uns umdenken lassen 
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nikep 07. Apr 2015

Juten Tach, diese Diskussion läuft immer wieder und immer wieder gehen neue Netzwerke und...

Lalande 05. Apr 2015

Bleibt nur zu hoffen, dass Facebook den Betrieb bald vollständig einstellt. Es gibt kaum...

JackOfAllRaids 01. Apr 2015

Ich hab da auch ne ambivalente Wahrnehmung. Zum größten Teil kriege ich mit was hier...

thobens 25. Mär 2015

Also ich habe auf meinem Android Gerät noch nie etwas für Whatsapp bezahlt.

ofenrohr 24. Mär 2015

Ich weiß von einer Person, die mich warum auch immer blockiert hat, dass ich ihre Fotos...


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