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Twitter versteht niemand, Xing braucht keiner und Google+ ist Google+

In der Schule haben uns schon öfter Berufsberater der Arbeitsagentur versucht einzureden, dass wir uns unbedingt bei LinkedIn und Xing anmelden sollen. Aber wozu? Das braucht ihr im Berufsleben, hieß es. Einen Sinn darin sehen wir aber nicht, als Schüler und baldige Studenten ein soziales Netzwerk zu nutzen, das sich vor allem an Berufstätige richtet. Nach der Anmeldung und dem Ausfüllen des Profils hat es wohl niemand ein zweites Mal verwendet. Ok, das stimmt nicht ganz: Ein einziges Mal habe ich es bisher genutzt, um mit jemandem für meine Recherchen in Kontakt zu kommen.

Ich mag Twitter!

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Auch Twitter ist so eine Sache: Das Prinzip dahinter verstehen die wenigsten in meinem Alter, das ist hier nicht anders als offenbar in den USA. Meine Freunde können nicht nachvollziehen, warum Twitter besser als andere Dienste ist, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Aber genau hier liegt der Denkfehler, denn bei Twitter folgt man eher selten seinen tatsächlichen Freunden, sondern Fremden, die in irgendeiner Weise relevante Aussagen in einen 140 Zeichen langen Tweet quetschen.

Wer sich mit Fremden über seine Interessen austauschen möchte, nutzt Tumblr: Es ist der einfachste Weg, ein eigenes Blog zu führen, und bietet mehr Möglichkeiten als Twitter. Hauptsächlich schreiben Freundinnen von mir ihre Gedanken über Mode, Bücher, Musik und Filme auf. Ob ihr Blog letztendlich gelesen wird, ist den meisten egal. Es ist ihnen sogar lieber, wenn die wenigsten in ihrem Umfeld von dem Blog wissen. Einfach, weil sie bei Tumblr auch sehr persönliche Inhalte teilen - wie in einem Tagebuch.

Für mich ist Twitter aber die bessere Alternative zu Tumblr: Es hat sich zu dem Dienst entwickelt, den ich am häufigsten nutze - allerdings weniger, um mich mit anderen auszutauschen. Twitter hat mit der Zeit meinen News-Feed ersetzt. Dank der Listenfunktion kann ich Nutzer sortieren, denen ich folge, und habe den für mich interessanten Inhalt schnell verfügbar. So wie ich nutzen aber die wenigsten Jugendlichen Twitter.

Die meisten nutzen es, um mit ihren Youtube-Stars, Lieblingsschauspielern oder -musikern in Verbindung zu kommen. Denn wenn man auf einem der sozialen Netzwerke eine Antwort von einem dieser Promis bekommt, dann auf Twitter.

Ach ja, Google+ ...

Ach, Google+ hätte ich fast vergessen. Das sagt schon einiges darüber aus, was uns das Netzwerk bedeutet. Google+ haben die meisten Jugendlichen eigentlich nur, weil sie auf Youtube unterwegs sind und kommentieren. Oder weil sie ein G-Mail-Konto haben. Das war ja einige Zeit fest mit einem Google+-Konto verbunden.

Es gibt also doch noch ein vermeintlich großes soziales Netzwerk, das für Jugendliche noch weniger Relevanz besitzt als Facebook.

Sebastian Wochnik ist 17 Jahre alt und arbeitet seit mehreren Jahren bei Golem.de. Begonnen hat er mit einem Schülerpraktikum, jetzt schreibt er neben der Schule für Golem.de vor allem über mobile Geräte.

Update vom 11. März 2015, 10:30 Uhr

Der Artikel wurde um den Großteil der zweiten Seite und mehrere weitere Passagen ergänzt und überarbeitet, wir danken für die Geduld!

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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nikep 07. Apr 2015

Juten Tach, diese Diskussion läuft immer wieder und immer wieder gehen neue Netzwerke und...

Lalande 05. Apr 2015

Bleibt nur zu hoffen, dass Facebook den Betrieb bald vollständig einstellt. Es gibt kaum...

JackOfAllRaids 01. Apr 2015

Ich hab da auch ne ambivalente Wahrnehmung. Zum größten Teil kriege ich mit was hier...

thobens 25. Mär 2015

Also ich habe auf meinem Android Gerät noch nie etwas für Whatsapp bezahlt.

ofenrohr 24. Mär 2015

Ich weiß von einer Person, die mich warum auch immer blockiert hat, dass ich ihre Fotos...


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