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Drei Jugendliche arbeiten an ihren Projekten.
Drei Jugendliche arbeiten an ihren Projekten. (Bild: Leonard Wolf/CC-BY 3.0)

Jugend hackt: Wo Teenager mal eben CSS an einem Tag lernen

Drei Jugendliche arbeiten an ihren Projekten.
Drei Jugendliche arbeiten an ihren Projekten. (Bild: Leonard Wolf/CC-BY 3.0)

Ein Wochenende lang wenig Schlaf, dafür viel Club-Mate, unzählige Raspberry Pis und 140 code-begeisterte Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren: Wir waren da, wo "Außenseiter-Nerds" die Insider sind.
Von Sebastian Wochnik

44 Stunden lang haben die 140 programmierbegeisterten Jugendlichen an nichts anderes als an ihre Projekte gedacht - sie tragen Namen wie Fuck Boarders, Privacy Patch, 18-5088 oder Querschläger. Und jetzt, am letzten Tag des Hackathons, sollen diese vorgestellt werden. Aufgeregt besprechen drei Jungs noch schnell: "Wie sollen wir bei unserer Präsentation einsteigen?" "Stellst du uns vor?" "Nein! Ich mache das besser". Gleich geht es für sie auf die Bühne des Kulturzentrums Wabe, wo sie den rund 400 Zuschauern im Saal und fast 4.000 Leuten im Stream der Rocketbeans erklären, was sie am vergangenen Wochenende bei Jugend hackt gemacht haben.

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  • Ehrenamtliche Mentoren unterstützen die Jugendlichen bei ihren Projekten. (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
  • Die Jury von Jugend hackt bestand aus Imma Chienko von Refugees Emancipation e.V., Cecilia Palmer von Fashion und Code, Tim Pritlov vom Chaos Computer Club und Jens Ohlig als Vertreter der Mentoren. (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
  • Am Projekt Smart Mirror wurde noch bis kurz vor der Präsentation gebastelt. (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
  • Das Team von Querschläger erklärt die Funktionsweise des Messengers. (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
  • Das Team von "Was der BND kann, kannst auch du" (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
  • CCC erklärt das Projekt "Germany says Welcome" (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
  • Das Team von Nocam arbeitet an dem Code der App. (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
  • In den Projekten kommen unzählige Raspberry Pis zum Einsatz. (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
  • Team-Meeting von Germany says Welcome (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)
Ehrenamtliche Mentoren unterstützen die Jugendlichen bei ihren Projekten. (Bild: Leonard Wolf/Lizenz: CC-BY 3.0)

Bereits zum zweiten Mal hat der Hackathon in Berlin stattgefunden. Von Freitag bis in die späten Stunden des Samstags arbeiten die Jugendlichen an kleinen Hardware- und Softwareprojekten unter dem Leitsatz "Mit Code die Welt verbessern". Dabei müssten die Jugendlichen nicht unbedingt die Welt revolutionieren, erklärt Paula Glaser vom Organisatorenteam Golem.de, sondern ganz alltägliche Dinge hacken. Und das machen sie auch mit Hilfe von Open Data, viel Technik, 48 Mentoren als Unterstützern und Kreativität.

Haltung entwickeln

"Es geht auch darum, eine Haltung zu Code zu entwickeln", sagt Glaser. Deswegen arbeiten die Jugendlichen nicht nur an ihren Softwareprojekten, sondern bekommen in Vorträgen und kleinen Workshops von aus der Hackerszene bekannten Persönlichkeiten wie Starbug eine Menge beigebracht - es ist wie eine Art Miniversion des Chaos Communication Camps.

Und so kommt es vor, dass am Sonntag "ein kleiner Lockenkopf auf der Bühne steht und bei der Präsentation sagt: 'Joa, da hab ich an einem Tag CSS gelernt', und du denkst dir nur so: 'What? Wie lernen die bloß so schnell?'", erzählt Glaser. "Die Jugendlichen sind hier nicht die Außenseiter-Nerds, sondern können Gleichgesinnte treffen, die Technik quasi genauso leben."

Den Präsentationsauftakt machen Birk und Ruth mit ihrem selbst gebauten Lichtfelddisplay, das je nach Blickwinkel die Nyancat oder ein Einhorn anzeigt. Umgesetzt haben sie es mit einem Displayaufsatz aus rund 300 Linsen und einer veränderten Darstellung der Inhalte auf dem Display.

Kurz darauf wird es deutlich politischer: Jeremy und Jacob versuchen mit ihrem Projekt 18-5088 zu veranschaulichen, welche Daten durch die am Freitag beschlossene Vorratsdatenspeicherung gesammelt werden. Etwa ein- und ausgehende Anrufe und SMS protokollieren sie und bereiten sie grafisch in einer Web-App auf. Überhaupt ist die Vorratsdatenspeicherung unter den Jugendlichen an dem Wochenende ein vieldiskutiertes Thema. Einige werden auch aktiv: Eine Gruppe aus Köln ist bereits am Freitagmorgen angereist, um sich dem Protest vor dem Bundestag anzuschließen.

'Was der BND kann, kannst du auch' 

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Grevier 02. Nov 2015

Wenn du dich dadurch schon doof fühlst, stöber doch mal auf Youtube. Da kannst du dir...

TrudleR 31. Okt 2015

Öhm, und das findest du einfach und simpel? Für den Use Case sind das aber einige "lines...

HibikiTaisuna 27. Okt 2015

Also ich klebe die Rueckseite von meinen Notebooks normalerweise auch zu. Aber nur...

KloinerBlaier 26. Okt 2015

Der Erfinder des Smart-Mirrors ist meines Wissens nach Michael Teeuw. Er entwickelt...

Bouncy 22. Okt 2015

Den Aha-Effekt gibt's gratis schon lange in Form einer ausgereiften App, die dazu noch...



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