Jubiläum ohne Notch: Microsoft feiert Minecraft ohne Markus Persson

Der ursprüngliche Erfinder von Minecraft ist seit Jahren nicht mehr an der Entwicklung des Hit-Spiels beteiligt. Wegen seiner politischen Ansichten ist er nun nicht einmal zur 10-Jahres-Feier eingeladen, wie Microsoft bestätigt.

Artikel veröffentlicht am , Jan Bojaryn
Artwork: Microsoft
Artwork: Microsoft (Bild: Microsoft)

Rund zehn Jahre nach Erscheinen der ersten Vorabversion von Minecraft am 17. Mai 2009 ist der Erfinder des Spiels, Markus "Notch" Persson, nicht zur Jubiläumsfeier in Stockholm eingeladen. Er sei wegen seiner "Kommentare und Meinungen" nicht eingeplant, bestätigte Microsoft Variety.

Persson hatte sich mit Tweets im Laufe der Jahre zur Persona non grata gemacht. So twitterte er Statements zu Sexualität, Geschlecht und Hautfarbe und übernahm dabei Positionen und Parolen rechter Trolle. Im März bekannte er sich zur QAnon-Bewegung: Unter dem Namen verbirgt sich ein ganzes Netz an Verschwörungstheorien um einen vermeintlichen, sogenannten Deep State. Beliebt sind diese Verschwörungstheorien besonders bei Anhängern von US-Präsident Donald Trump.

Ende März wurde es Microsoft dann offenbar zu viel, alle Erwähnungen von "Notch" wurden aus aktuellen Minecraft-Versionen gestrichen. Schließlich erfuhr der Spielejournalist Brian Crecente von dem Konzern, dass Persson zur Jubiläumsfeier am 17. Mai 2019 nicht eingeladen sei. Dort soll es explizit auch um die Vergangenheit des Spiels gehen. Persson selbst äußerte sich zu den Vorgängen bisher nicht.

Der Minecraft-Erfinder haderte immer mit seiner Bekanntheit. Als er noch sein Entwicklerstudio Mojang besaß, war er zwar einerseits auf Twitter und Tumblr aktiv, reagierte aber andererseits gestresst auf die Intensität der laufenden Fanreaktionen. 2014 stieg er aus und bahnte den Verkauf seines Studios an, weil er nach eigenen Worten nur "Hass" dafür kassiere, dass er "versuche, das Richtige zu tun".

Microsoft kaufte Mojang für 2,5 Milliarden US-Dollar. Mehrheitseigner Persson stieg als Milliardär aus seinem eigenen Studio aus und bezog eine Villa in den USA. Aus der Öffentlichkeit aber zog er sich nicht zurück - er twittert immer noch rege an seine 3,7 Millionen Follower.

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Moin2801 08. Mai 2019

@mgutt Das ist auch eine Entwicklung die wirklich schlecht ist. Sie verhilft zu...

Proctrap 04. Mai 2019

Dass mir die Symbolisierung von jedem Müll für Propaganda auf den Zeiger geht hat nichts...

throgh 04. Mai 2019

Es ist unstrittig, dass viele Informationen und auch eindeutig fragwürdige Haltungen...

throgh 02. Mai 2019

Wird es auch nicht, aber ich möchte dich darauf hinweisen: So einfach ist das Alles eben...



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