JR Maglev: Mitsubishi steigt aus Magnetbahn-Projekt aus

Flugzeug und Schiffe sind zu teuer: Wegen der stark steigenden Kosten in anderen Bereichen baut Mitsubishi doch keinen Magnetschwebezug.

Artikel veröffentlicht am ,
JR Maglev bei einer Testfahrt (Symbolbild): Der Zeitplan wird nicht beeinträchtigt.
JR Maglev bei einer Testfahrt (Symbolbild): Der Zeitplan wird nicht beeinträchtigt. (Bild: Junko Kimura/Getty Images)

Der japanische Konzern Mitsubishi will sich nicht mehr am Projekt Chūō-Shinkansen beteiligen, dem Bau einer Magnetschwebebahnlinie auf der japanischen Hauptinsel Honshu. Mitsubishi arbeitet an der Entwicklung des Magnetschwebezugs Maglev JR mit.

Stellenmarkt
  1. IT-Projektmanager (m/w/d) HR- und CRM-Systeme
    ABO Wind AG, Wiesbaden, Ingelheim am Rhein
  2. Teamleiter (m/w/d) Systemadministration
    BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG, Fürth bei Nürnberg
Detailsuche

Grund seien die Gewinnrückgänge durch die Verzögerungen bei der Entwicklung des Regionalflugzeugs Mitsubishi Regional Jet sowie durch Schwierigkeiten beim Bau von großen Kreuzfahrtschiffen, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asia Review. Das habe Mitsubishi veranlasst, bei Projekten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, zu sparen.

Der Maglev war Mitsubishis erstes Projekt mit Hochgeschwindigkeitszügen

JR Maglev (von Japan Railway Magnetic Levitation) war laut Nikkei Asia Review Mitsubishis erstes Projekt mit Hochgeschwindigkeitszügen und damit eine gute Gelegenheit, zu Konkurrenten wie Hitachi und Kawasaki in der Branche aufzuschließen. Mitsubishi habe sich aber mit der Eisenbahngesellschaft Central Japan Railway nicht über die Kosten beim Bau der Wagen einigen können und das zum Anlass genommen, die Zusammenarbeit zu beenden.

Der JR Maglev ist eine Magnetschwebebahn, der Zug schwebt also auf einem Magnetfeld, weshalb keine Reibung zwischen Schiene und Zug entsteht. Anders als der deutsche Transrapid JR braucht der JR Maglev aber Räder: Sein Elektrodynamisches Schwebesystem (EDS) erzeugt bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht genug Tragkraft. Erst ab einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde (km/h) schwebt der Zug.

Der JR Maglev schafft über 600 km/h

Golem Akademie
  1. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Zug ist für eine Reisegeschwindigkeit von 500 km/h ausgelegt. Bei Tests im April 2015 schaffte er aber schon mehr: Am 16. April 2015 stellte er einen Rekord mit 590 km/h auf. Fünf Tage später übertraf der Zug seinen eigenen Rekord noch einmal um 13 km/h.

Der Chūō-Shinkansen soll Tokio zunächst mit Nagoya verbinden. Später soll die Strecke bis nach Osaka verlängert werden. Für die 286 km nach Nagoya soll der JR Maglev 40 Minuten brauchen. Die Fahrt nach Osaka soll 67 Minuten dauern. Die Bauarbeiten an der Strecke haben 2014 begonnen. Das Teilstück bis Nagoya soll 2027 in Betrieb genommen werden. Die gesamte Strecke bis Osaka soll 2037 fertig sein. Der Ausstieg von Mitsubishi werde den Zeitplan aber nicht beeinträchtigen, sagte ein Central-Japan-Railway-Vertreter der Zeitung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Zip
Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community

Die App Zip wird seit Microsoft Edge 96 standardmäßig aktiviert. Diese bietet Ratenzahlung an, schürt aber nur Hass in der Community.

Zip: Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community
Artikel
  1. Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby: Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale
    Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby
    Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale

    Die Landesmedienanstalt NRW hat zu Recht gegen drei Pornoportale mit Sitz in Zypern ein Zugangsverbot verhängt.

  2. Razer Zephyr im Test: Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel
    Razer Zephyr im Test
    Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel

    Einmal Cyberpunk mit Beleuchtung bitte: Tragen wir Razers Zephyr in der U-Bahn, fallen wir auf. Allerdings ist das Produkt nicht ausgereift.
    Ein Test von Oliver Nickel

  3. World of Tanks: Schwarzenegger spielt Weihnachts-Panzer
    World of Tanks
    Schwarzenegger spielt Weihnachts-Panzer

    Sonst noch was? Was am 1. Dezember 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /