JR Maglev: Mitsubishi steigt aus Magnetbahn-Projekt aus

Flugzeug und Schiffe sind zu teuer: Wegen der stark steigenden Kosten in anderen Bereichen baut Mitsubishi doch keinen Magnetschwebezug.

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JR Maglev bei einer Testfahrt (Symbolbild): Der Zeitplan wird nicht beeinträchtigt.
JR Maglev bei einer Testfahrt (Symbolbild): Der Zeitplan wird nicht beeinträchtigt. (Bild: Junko Kimura/Getty Images)

Der japanische Konzern Mitsubishi will sich nicht mehr am Projekt Chūō-Shinkansen beteiligen, dem Bau einer Magnetschwebebahnlinie auf der japanischen Hauptinsel Honshu. Mitsubishi arbeitet an der Entwicklung des Magnetschwebezugs Maglev JR mit.

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Grund seien die Gewinnrückgänge durch die Verzögerungen bei der Entwicklung des Regionalflugzeugs Mitsubishi Regional Jet sowie durch Schwierigkeiten beim Bau von großen Kreuzfahrtschiffen, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asia Review. Das habe Mitsubishi veranlasst, bei Projekten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, zu sparen.

Der Maglev war Mitsubishis erstes Projekt mit Hochgeschwindigkeitszügen

JR Maglev (von Japan Railway Magnetic Levitation) war laut Nikkei Asia Review Mitsubishis erstes Projekt mit Hochgeschwindigkeitszügen und damit eine gute Gelegenheit, zu Konkurrenten wie Hitachi und Kawasaki in der Branche aufzuschließen. Mitsubishi habe sich aber mit der Eisenbahngesellschaft Central Japan Railway nicht über die Kosten beim Bau der Wagen einigen können und das zum Anlass genommen, die Zusammenarbeit zu beenden.

Der JR Maglev ist eine Magnetschwebebahn, der Zug schwebt also auf einem Magnetfeld, weshalb keine Reibung zwischen Schiene und Zug entsteht. Anders als der deutsche Transrapid JR braucht der JR Maglev aber Räder: Sein Elektrodynamisches Schwebesystem (EDS) erzeugt bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht genug Tragkraft. Erst ab einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde (km/h) schwebt der Zug.

Der JR Maglev schafft über 600 km/h

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Der Zug ist für eine Reisegeschwindigkeit von 500 km/h ausgelegt. Bei Tests im April 2015 schaffte er aber schon mehr: Am 16. April 2015 stellte er einen Rekord mit 590 km/h auf. Fünf Tage später übertraf der Zug seinen eigenen Rekord noch einmal um 13 km/h.

Der Chūō-Shinkansen soll Tokio zunächst mit Nagoya verbinden. Später soll die Strecke bis nach Osaka verlängert werden. Für die 286 km nach Nagoya soll der JR Maglev 40 Minuten brauchen. Die Fahrt nach Osaka soll 67 Minuten dauern. Die Bauarbeiten an der Strecke haben 2014 begonnen. Das Teilstück bis Nagoya soll 2027 in Betrieb genommen werden. Die gesamte Strecke bis Osaka soll 2037 fertig sein. Der Ausstieg von Mitsubishi werde den Zeitplan aber nicht beeinträchtigen, sagte ein Central-Japan-Railway-Vertreter der Zeitung.

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