JPEG XL: Neues Bildformat soll JPEG, PNG, Gif und WebP ersetzen

Das neue Bildformat JPEG XL(öffnet im neuen Fenster) der Joint Photographic Experts Group(öffnet im neuen Fenster) soll die Vorteile von JPEGs, PNGs, Gif und WebP vereinen. So soll eine bessere Kompression als bei bisherigen JPEGs erreicht werden, ohne dass die Qualität sichtbar leidet(öffnet im neuen Fenster) . Wer will, kann die Bilder auch verlustfrei komprimieren. Im Gegensatz zu WebP werden mehr als 8 Bit pro Farbkanal gespeichert – wahlweise 24 oder gar 32 Bit.
Das Format unterstützt eine progressive Anzeige: Das Bild wird zunächst in niedrigerer Qualität angezeigt, die Auflösung wird verbessert, wenn mehr Daten nachgeladen wurden. Das soll vor allem bei mobilen Anwendungen eine schnellere Bildanzeige ermöglichen. Darüber hinaus werden von JPEG XL auch Animationen gespeichert. Das soll Gifs Konkurrenz machen.
Die Joint Photographic Experts Group veröffentlichte nicht nur das Format, sondern auch eine Bibliothek zum Erzeugen und Anzeige des JPEG-XL-Format als Open-Source (Apache 2.0).
Das Problem bei neuen Bildformaten: Es muss erst Software zum Erstellen und Anzeigen etabliert werden. Doch die fehlende Verbreitung animiert Softwarehersteller eher selten, die Formate zu etablieren. Dieses Problem gab es schon bei JPEG 2000 – ein Format, das sich ebenfalls trotz Überlegenheit zum JPEG-Format nicht durchsetzen konnte, auch aus lizenzrechtlichen Gründen. JPEG XL ist patentfrei. Was die Chancen von JPEG XL allerdings verbessern könnte: Encoder können eine abwärtskompatible Version erzeugen. Diese Datei kann von einem normalen JPEG-Decoder dekodiert werden.
Nachtrag vom 15. Januar 2021, 11:04 Uhr
Wir haben einige Leserhinweise zur optionalen Abwärtskompatibilität und Patentfreiheit des Formats hinzugefügt.



