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Journalismus: Rundfunkrat will höheren Rundfunkbeitrag gegen Populismus

Journalistische Arbeit kostet Zeit und Geld. Mit einer Erhöhung des Rundfunkbeitrages könne man dem Populismus den Boden entziehen, meint der Vorsitzende des Rundfunkrats. Das gelte nicht nur für klassische Medien.
/ Moritz Tremmel , dpa
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Ein höherer Rundfunkbeitrag soll gegen Populismus helfen. (Bild: fancycrave1)
Ein höherer Rundfunkbeitrag soll gegen Populismus helfen. Bild: fancycrave1 / Pixabay

Im Kampf gegen Populismus wirbt der Vorsitzende des Rundfunkrats des Bayerischen Rundfunks (BR), Lorenz Wolf, für einen höheren Rundfunkbeitrag. "Um dem Populismus den Boden zu entziehen, braucht es journalistische Präsenz und Exzellenz auf allen Ebenen – verstärkt auch im Internet," schreibt Wolf in einem Gastbeitrag in der Augsburger Allgemeinen(öffnet im neuen Fenster) vom 31. Mai. Der kritische Umgang mit der Wirklichkeit in all ihren Nuancen verlange allen seriösen Medien enorme Anstrengungen ab.

"Journalismus, der nicht auf Schnelligkeit setzt, sondern auf Qualität, kostet Zeit und Geld, um mit großer Sorgfalt und unvoreingenommen zu recherchieren und die Ergebnisse für alle Altersgruppen und Bildungsschichten verständlich aufzubereiten," so Wolf. Dafür brauche es hoch qualifiziertes Personal sowie ein hohes Maß an Unabhängigkeit und Durchhaltevermögen. Wolf schreibt weiter, zu einer Schwächung seriöser Medien in ihrer Rolle als Diskussionsforen hätten auch die fortschreitende Digitalisierung sowie der weltweite Siegeszug der sozialen Medien und Internetplattformen beigetragen.

2009 das letzte Mal erhöht

Der Rundfunkbeitrag beträgt derzeit pro Haushalt 17,50 Euro im Monat. Die Höhe ist bis 2020 festgelegt, wie hoch er danach sein soll, ist noch nicht beschlossen. Der Beitrag wurde seit 2009 nicht erhöht, im Jahr 2015 um 48 Cent gesenkt.

Am 6. Juni wollen die Ministerpräsidenten der Bundesländer bei einem Treffen über Auftrag und Finanzierung von ARD, ZDF und Deutschlandradio beraten. Im März hatte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) bereits eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages auf mehr als 18 Euro gefordert. Mitte vergangenen Jahres schlugen sechs Bundesländer vor, dass der Rundfunkbeitrag zukünftig im Rahmen der Inflationsrate erhöht werden solle.


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