Journaling: Apple plant Tagebuch-App in iOS 17 und MacOS

Apple will in die nächste Generation seiner Betriebssysteme eine Tagebuch-App einbinden. Das stellt Entwickler dieser Softwarekategorie vor Probleme.

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Kommt Apple mit einer Tagebuch-App um die Ecke?
Kommt Apple mit einer Tagebuch-App um die Ecke? (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Apple entwickelt einem Bericht des Wall Street Journal (Paywall) zufolge eine App, mit der iPhone-Nutzer ihre täglichen Aktivitäten aufzeichnen können. Das betrifft auch andere Betriebssysteme wie iPadOS und MacOS. Zuletzt entwickelte Apple eine Whiteboard-App namens Freeform und baute sie in die Betriebssysteme ein.

Laut dem Bericht soll die geplante Software mit sogenannten Journaling-Apps wie Day One konkurrieren, mit der Nutzer ihre Aktivitäten und Gedanken aufzeichnen können.

Apples Tagebuch-App mit dem Codenamen Jurassic solle helfen, das tägliche Leben im Blick zu behalten und zu reflektieren, heißt es in den Dokumenten, die die Software beschreiben. Die App soll Hilfestellung beim Tagebuchschreiben liefern, indem beispielsweise eine Gliederung potenzieller Themen angeboten wird, über die Nutzer schreiben können.

Die App solle auf Datenschutz und Sicherheit hin optimiert werden, wobei die Analyse der Nutzerdaten auf dem Gerät stattfinde, berichtet das Wall Street Journal. Vermutlich werden Kalendereinträge, Aktivitäten, neue Kontakteinträge und Ähnliches genutzt, um diesbezügliche Tagebucheinträge anzubieten.

Die Themenvorschläge bleiben dem Bericht nach vier Wochen lang im System, danach werden sie entfernt. Es soll auch möglich sein, Berufliches und Privates zu unterscheiden.

Die App soll Teil von Apples Health-Angebots sein. Die Begründung: Das Führen eines Tagebuchs soll das geistige Wohlbefinden verbessern.

Sherlocking befürchtet

Apple dürfte mit einer Tagebuch-App den Markt, den es für diese Anwendungen gibt, empfindlich stören. Dieses Phänomen wird als Sherlocking bezeichnet. Apple führt dabei eine Funktion in seine Produkte ein, die zuvor nur durch eine App oder einen Dienst eines Drittanbieters verfügbar war.

Wie das Wall Street Journal weiter berichtet, findet Paul Mayne, den Erfinder der App Day One, dass er daran arbeiten müsse, Funktionen zu entwickeln, die Apple nicht biete. Allerdings könnte Apples Produkt viel mehr Nutzerdaten als Day One sammeln und womöglich auch Zugang zu Textnachrichten und Telefonanrufen erhalten.

Die App könnte bereits auf der Entwicklerkonferenz von Apple im Juni, der Worldwide Developers Conference, angekündigt werden.

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Wlf 24. Apr 2023

Stimme absolut zu. Das mit den Abos ist komplett ausgeartet! Ich vermisse die guten alten...

dura 22. Apr 2023

Naja, wenn Apple mit ihrem Produkt auf deutlich mehr Daten zugreifen kann, ist das schon...

zweckform 22. Apr 2023

Ich vermute, dass es hier explizit nicht um BulletJournals oder ähnliche Methoden geht...



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