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Jonathan Schwartz im Jahr 2007
Jonathan Schwartz im Jahr 2007 (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Jonathan Schwartz: Ex-Sun-Chef analysiert die letzten Tage von Sun Microsystems

Jonathan Schwartz im Jahr 2007
Jonathan Schwartz im Jahr 2007 (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Mit der Finanzkrise war der Niedergang der kostspieligen Sparc-Server von Sun Microsystem unumkehrbar, analysiert Jonathan Schwartz das Ende des Unternehmens. Nun hat er ein kleines Startup gegründet, das bei der Pflege von chronisch Kranken helfen soll.

Der letzte Chef von Sun Microsystems spricht über den Niedergang des Serverherstellers und sein neues Startup. Jonathan Schwartz sagte dem US-Branchendienst Cnet: "Was wir nicht vorhersehen konnten, war die Geschwindigkeit, mit der die Finanzkrise unser Geschäftsmodell zerstörte." Rund ein Drittel der Kunden von Sun waren große Finanzunternehmen. Die Sparc-basierten Sun-Server, die sie nutzten, kosteten über 100.000 US-Dollar. Als diese Unternehmen nicht mehr kauften und andere zu billigeren Intel- und AMD-Servern wechselten, setzte der unaufhaltsame Niedergang von Sun ein. Diese Entwicklung weg von Sparc sei "unumkehrbar" gewesen, sagte Schwartz.

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Sun wurde am 20. April 2009 für 7,4 Milliarden US-Dollar an Oracle verkauft. Nach dem Ende von Sun als unabhängigem Unternehmen habe Schwartz erst einmal einige Monate gebraucht, um seinen "Kopf klarzukriegen."

Schwartz' neues Startup heißt Carezone und ist eine kostenpflichtige werbefreie Onlineplattform für Menschen mit chronischen Krankheiten und ihre Angehörigen. Dem Blog des Wall Street Journals All Things Digital sagte Schwartz, dass Nutzer bei Carezone ein privates soziales Netzwerk und Werkzeuge für die Verwaltung von medizinischen Informationen, Listen von Kontakten zu Ärzten und Wissenschaftlern, persönliche Dosieranleitungen für Medikamente, Zeitpläne für Arztbesuche und Medikamentenbestellungen und Notizen erhalten. In einem speziell gesicherten Bereich lassen sich Patientenverfügungen hinterlegen. Die Nutzung kostet jährlich 48 US-Dollar oder monatlich 5 US-Dollar.

Schwartz kam auf die Idee, Carezone zu gründen, als sein Sohn eine chronische Krankheit bekam. Auch sein Vater habe eine gesundheitliche Krise durchlebt, sagte er. Carezone hat sieben Beschäftigte, die in einem Büro in San Francisco arbeiten. Chief Technology Officer ist Walter Smith, ein langjähriger Freund von Schwartz, der bei Apple das Newton OS mitentwickelt hat. Bei Microsoft war Smith an der Entwicklung von Windows, dem Internet Explorer und MSN beteiligt. Carezone ging am 15. Februar 2012 an den Start.


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