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Jonathan Cohen: Apple wirbt Nvidias Experten für Maschinenlernen ab

Nvidias Maschinenlernen-Spezialist Jonathan Cohen ist zu Apple abgewandert, wo er Gerüchten zufolge am Projekt Titan und damit an Apples Auto mitarbeiten soll. Nvidia ist auch im Automotive-Bereich tätig und entwickelt Technik zur Auswertung von Sensordaten.

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Nvidias Drive PX Plattform überwacht alles rund ums Auto.
Nvidias Drive PX Plattform überwacht alles rund ums Auto. (Bild: Nvidia)

Mit Jonathan Cohen verliert Nvidia seinen Direktor für Maschinenlernen, der laut einem Bericht von Re/code zu Apple gegangen ist, um dort am Projekt Titan mitzuarbeiten. So soll der Codename für Apples Fahrzeug lauten.

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Nvidia ist nicht nur im Grafikkarten-, sondern auch im Automotive-Segment und im Bereich autonomes Auto aktiv und hat mit der Drive PX Plattform eine Lösung für Fahrerassistenzsysteme im Programm, die Kamerabilder analysieren kann. Die auf dem Tegra XI basierende Lösung kann 1,3 Gigapixel pro Sekunde verarbeiten - was einem Dutzend Kameras mit je zwei Megapixeln Auflösung entspricht. Die Plattform ist mit einem Deep-Learning-Modul ausgerüstet, das die Kamerabilder auswerten kann. Damit soll sich das autonome Auto in seiner Umwelt orientieren können.

Cohen war seit 2008 Leiter dieser Sparte. Auf seiner LinkedIn-Seite hat er seinen Wechsel bereits öffentlich gemacht. Den Angaben nach ist er schon seit Anfang Oktober 2015 bei Apple. Sein genaues Tätigkeitsfeld verriet Cohen nicht, nur er sei dort für "Software" verantwortlich.

Apple-Auto soll 2019 kommen

Das Apple-Auto soll 2019 vorgestellt werden, jedoch nicht wie bisher häufig berichtet vollständig autonom, sondern hochgradig automatisiert fahren, berichtet das Wall Street Journal.

Die etablierten Hersteller aus dem Fahrzeugbau planen derzeit auch noch keine vollständig autonomen Fahrzeuge, sondern wollen dem Fahrer in der nächsten Evolutionsstufe nach Assistenzsystemen wie Kurven- und Abstandshaltesystemen zunächst das Lenken und Überholen auf der Autobahn abnehmen. Weitere Hersteller wollen ungefähr ab 2020 solche Systeme anbieten. Das könnte Apple dazu gebracht haben, die Entwicklung zu beschleunigen.

Das Projekt mit dem Codenamen Titan ist seit Jahresanfang 2015 in der Presse. Mittlerweile sollen 1.800 Personen daran beteiligt sein, wie das Wall Street Journal berichtet. Das Unternehmen hat keine Erfahrung im Automobilbau, soll aber zahlreiche Experten anderer Unternehmen abgeworben haben, darunter aus der Akkutechnik.

Apple hat schon Kontakt zu Behörden aufgenommen

Apple-Manager haben sich laut einem Bericht des britischen Guardian mit Mitarbeitern der kalifornischen Verkehrsbehörde getroffen, um Pläne für selbstfahrende Autos zu diskutieren. Es solle sich um ein Beratungsgespräch über die Regularien für Fahrzeugtests gehandelt haben, heißt es vage.

Wann das Apple-Auto zu kaufen sein wird, lässt sich nicht absehen. Zwischen der Vorstellung eines Fahrzeugs und der tatsächlichen Verfügbarkeit sind je nach Firmenpolitik teilweise recht lange Zeiträume zu berücksichtigen.

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Proctrap 27. Okt 2015

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Jakelandiar 26. Okt 2015

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