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Wayland dank Libhybris auf Android-Hardware
Wayland dank Libhybris auf Android-Hardware (Bild: Carsten Munk)

Jolla: Wayland auf Android-Grafiktreibern

Wayland dank Libhybris auf Android-Hardware
Wayland dank Libhybris auf Android-Hardware (Bild: Carsten Munk)

Dem Jolla-Entwickler Carsten Munk ist es gelungen, einen Wayland-Compositor auf Android-Grafiktreibern zu starten. Neben dem Sailfish OS sollen davon auch Gnome, KDE, Open WebOS und andere profitieren.

In einer Blogserie erklärt der Jolla-Entwickler Carsten Munk, wie Wayland auf Android-Grafiktreibern nutzbar ist. Die Grundlage dafür bildet die ebenfalls von Munk geschriebene Bibliothek Libhybris, mit der sich unter anderem Android-Treiber in einem Glibc-basierten System benutzen lassen, also mit den meisten Linux-Distributionen.

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Video: Wayland on Android GPU drivers, using libhybris to have it on a glibc based system

Munk präsentiert dafür einen QML-Compositor für Wayland, der auf einer Qualcomm-GPU mit den Android-Treibern läuft. Unternehmen wie Jolla mit ihrem Sailfish OS können so leicht vorhandene Android-Hardware benutzen und zusätzlich die Vorteile des designierten X11-Nachfolgers Wayland nutzen. Von seiner Arbeit sollen viele Projekte wie Gnome, KDE, Open WebOS, EFL oder auch Qt profitieren.

In dem ersten Blogpost der Serie stellt Munk zunächst Details seiner Herangehensweise vor und erklärt, wie Wayland, Libhybris und Android-Grafiktreiber zusammenarbeiten können. Folgen sollen noch eine Erklärung zur eigentlichen Implementierung sowie eine Aussicht darauf, was bereits mit dem Projekt möglich ist und was es zukünftig leisten könnte. Der Quellcode ist indes noch nicht verfügbar, soll aber nach Aufräumarbeiten unter der LGPLv2.1 verfügbar werden.

Enttäuscht über Canonical

Dass der Code noch nicht verfügbar ist, liegt vor allem daran, wie Canonical mit dem Libhybris-Code umging. Denn Munk erhoffte sich durch die Code-Veröffentlichung seines Hobbyprojekts eine Beschleunigung der Entwicklung und dadurch eine Verbesserung der Software. Canonical arbeitete aber im Geheimen über Monate an der Bibliothek und veröffentlichte ihre Verbesserung im eigenen Launchpad-System zusammen mit Ubuntu Phone.

Das führte Munk zufolge sogar dazu, dass einige die Entwicklung von Libhybris Canonical zugeschrieben haben. Die Zusammenarbeit mit Canonical habe sich inzwischen aber gebessert und mittlerweile steuerten die Ubuntu-Entwickler auch Patches für Libhybris bei.

Wegen einiger Probleme mit dem Design des Wayland-Protokolls und einem Wechsel auf Qt und QML für die Untiy-Shell erstellt Canonical den Displayserver Mir. Der Ankündigung folgte aber heftige Kritik der Wayland-Entwickler.


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mrcdrc 13. Apr 2013

SurfaceFlinger, genau genommen.

Seitan-Sushi-Fan 12. Apr 2013

Bedenkt man, dass die OpenWebOS-Community besonders aktiv dabei ist, wundert das nicht.



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