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Jolla: "Die Zukunft von Jolla steht auf dem Spiel"

Jolla-Chef Antti Saarnio wendet sich an die Öffentlichkeit und versucht zu erklären, was in der vergangenen Woche mit Jolla passiert ist. Tatsächlich kämpft der finnische Hersteller ums Überleben - offenbar benötigt das Unternehmen sogar für den Umzug in eine neue Firmenzentrale Freiwillige.

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Bei Jolla geht es aktuell ums Überleben des Unternehmens.
Bei Jolla geht es aktuell ums Überleben des Unternehmens. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Mit einem offenen Brief hat sich Jolla-Chef Antti Saarnio an die Öffentlichkeit gewandt: In seinem Blogbeitrag versucht er zu erklären, wie es um das finnische Unternehmen steht - und wird dabei sehr deutlich. "Jolla kämpft jetzt um sein Überleben", fasst Saarnio die aktuelle Situation zusammen.

Geplatzte Finanzierungsrunde bringt Jolla in ernste Schwierigkeiten

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Kürzlich wurde klar, dass die Auslieferung des vor einem Jahr angekündigten und per Crowdfunding finanzierten Jolla Tablets nicht erfolgen wird. Dem Unternehmen fehlt schlicht das Geld, um die Produktion weiter zu finanzieren. Der Grund dafür ist, dass sich einer der Hauptgeldgeber im letzten Moment aus der aktuellen Finanzierungsrunde zurückgezogen hat, die daraufhin gescheitert ist - und damit auch Investitionen in Höhe von 10 Millionen Euro.

Dieses Geld fehlt jetzt, um die Produktion der Tablets zu beenden. Saarnio ist sich bewusst, dass sich viele Unterstützer des Tablet-Projekts jetzt fragen werden, wo das zuvor gesammelte Geld abgeblieben ist. Saarnio zufolge ging ein Großteil des Geldes in die Softwareentwicklung, die zusammen mit den Materialkosten den überwiegenden Teil der Kosten des Tablet-Projekts ausmachen.

Neue Finanzierungsrunde soll noch im Dezember abgeschlossen werden

Die eigentliche Produktion ist letztlich nicht mehr so kostenintensiv - dennoch fehlt aufgrund der weggefallenen Investitionen jetzt das Geld dafür. Die dreimonatige Verzögerung aufgrund von Problemen mit Teilen der Hardware des Tablets hat Saarnio zufolge zusätzlich zur schlechten finanziellen Situation beigetragen.

Jolla versucht aktuell, noch im Dezember 2015 eine Finanzierungsrunde abzuschließen, um den Bau des Tablets finanzieren zu können. Gleichzeitig sei man auf der Suche nach alternativen Lösungen, um im Ernstfall die Unterstützer entschädigen zu können. Solange bitte Saarnio die Unterstützer um Geduld.

Jolla sucht nach Freiwilligen für den Umzug

Wie ernst es um Jolla nach den angekündigten Entlassungen steht, zeigt unter anderem ein Posting von Jollas Community Chief Carol Chen in der Facebook-Fan-Gruppe Jolla Pioneer Fans: Sie bittet darin alle Nutzer, die sich aktuell in Helsinki aufhalten, um Hilfe beim Umzug der Firmenzentrale. Als Entschädigung kann Chen neben der Dankbarkeit des Unternehmens aktuell nur einen Umtrunk mit den Mitarbeitern nach dem Umzug anbieten. Chen selbst gehört zu den Mitarbeitern, denen aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens gekündigt wurde.



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spiderbit 30. Nov 2015

das sie das geld nicht prioritaer dafuer verwenden das die Kunden das bestellte bekommen...

Jossele 30. Nov 2015

Keine Ahnung was sie hätten anders machen können (und ich unterstell dir einfach, dass du...

Jasmin26 27. Nov 2015

bevor man irgend ein Gedanke ans sparen verschwendet, sollte erstmal den Sinn hinter...


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