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Joint Venture mit Telefónica: Allianz gibt 700 Millionen Euro für FTTH in Deutschland aus

Glasfaser ist für den Lebensversicherer eine gute Anlagemöglichkeit, die sich auszahlt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Werbebild der Allianz zu dem FTTH-Projekt mit Telefónica
Werbebild der Allianz zu dem FTTH-Projekt mit Telefónica (Bild: Allianz)

Die Allianz Lebensversicherung will mehr als 700 Millionen Euro in das Glasfaser-Gemeinschaftsprojekt mit dem Netzbetreiber Telefónica investieren. Zudem ist ein zweites Infrastruktur-Investment in Höhe von rund 160 Millionen Euro in Portugal geplant, wie eine Sprecherin des Unternehmens der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart sagte. Damit soll der Ausbau sogenannter alternativer Kapitalanlagen vorangebracht werden, die angesichts dauerhaft niedriger Zinsen höhere Erträge versprechen.

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Die beiden Konzerne hatten ihre Pläne vor knapp zwei Wochen angekündigt. Die Allianz will insgesamt 1 Milliarde Euro ausgeben.

Die Telefónica-Gruppe gründet zusammen mit der Allianz eine neue Glasfasergesellschaft, die in den kommenden sechs Jahren bis zu 2,2 Millionen Haushalte in vorwiegend ländlichen und unterversorgten Regionen mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus (FTTH) versorgen will. Das Glasfasernetz soll eine Länge von über 50.000 Kilometern haben und von einer Wholesale-Gesellschaft betrieben werden. Man sei für weitere Partner offen. Telefónica Deutschland wird für seine zehnprozentige Beteiligung bis zu 100 Millionen Euro investieren und dem Joint Venture Transportleistungen für Datenverkehr im lokalen Glasfasernetz über das bestehende Transportnetzwerk zur Verfügung stellen. Über die nächsten sechs Jahre werden insgesamt 5 Milliarden Euro investiert. Telefónica hat in Deutschland kein eigenes Festnetz, ist aber beispielsweise in Spanien ein führender FTTH-Betreiber.

Beim zweiten Projekt handelt es sich den Angaben zufolge um das portugiesische Erdgasnetz Galp Gás Natural Distribuição, an dem die Allianz kürzlich 75 Prozent der Anteile übernommen hatte.

Die Allianz Leben verwaltet nach eigenen Angaben derzeit rund 308 Milliarden Euro. Etwa 28 Prozent davon hat sie in alternative Anlagen wie Infrastruktur-, Immobilien- oder Erneuerbare-Energien-Projekte investiert. Mittelfristig soll der Anteil auf ein Drittel steigen, um höhere Renditen erzielen zu können. Eine 100-prozentige Beitragsgarantie wird es künftig nicht mehr beziehungsweise nur noch dort geben, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist.

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