John Ternus: Das wünscht sich die Golem-Redaktion vom neuen Apple-CEO
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Seit dem 1. September 2026 arbeitet John Ternus als neuer CEO für Apple. Er löst damit den langjährigen Chef Tim Cook ab, der das Unternehmen seit 2011 durch viele Phasen leitete. Ternus übernimmt das Amt in einer Zeit, in der Apple stark bei Hardware und führend im mobilen Sektor dasteht. Die größte Schwäche sieht der Konzern im Bereich Software und KI-gestützter Dienste.
Das wird sicher eine der großen Herausforderungen für Ternus, der selbst zuvor unter anderem das Hardwaregeschäft leitete. Eine weitere wird es sein, die Wünsche der Kundschaft und der Investoren zu hören und zu respektieren. Nehmen wir an, wir könnten solche Ideen vorschlagen oder sogar umsetzen: Welche Wünsche würden wir äußern? Unsere Redakteure haben hier ein paar Vorschläge:
Mehr Games für den Mac
Peter Steinlechner – Ressort Games
Als Spielefan hätte ich an den neuen Apple-Chef vor allem einen Wunsch: Macht den Mac endlich zu einer ernsthaften Gaming-Plattform! Die M-Chips liefern längst genug Leistung, Metal und das Game Porting Toolkit nehmen Entwicklern technische Hürden – und trotzdem fehlen viele große PC-Spiele oder erscheinen Jahre später. Apple sollte Studios dauerhaft unterstützen und nicht nur gelegentlich ein paar prominente AAA-Ports präsentieren.
Auch in iPhone und iPad steckt trotz enormer Rechenleistung noch viel ungenutztes Gaming-Potenzial. Anspruchsvollere Spiele mit virtuellen Sticks und einem halben Dutzend Touch-Buttons zu bedienen, macht selten Spaß. Eine konsequentere Controller-Unterstützung, frei belegbare Tasten als Standard und Cross-Saves mit PC und Konsolen würden mehr bringen als die nächste Grafikdemo, die zeigt, wie viele Polygone ein iPhone darstellen kann.
Bringt ein kleineres iPhone zurück
Mario Petzold – Ressort Wissenschaft
Apple hatte, lange ist es her, Smartphones im Angebot, die besser waren als die Konkurrenz. Entweder ließen sie sich einfacher bedienen und wurden mit weniger Werbemüll ausgeliefert oder sie besaßen die schnellere Hardware und die bessere Kamera.
Dahin wird wohl kein Weg zurückführen. Vielleicht wird es aber irgendwann noch einmal ein kleines iPhone geben. Interessant wäre das sicher für Nutzer, die das Telefon häufiger in die Tasche stecken und nicht permanent in der Hand halten.
Mut zur Innovation
Mike Faust – Ressort Arbeit
Ich wünsche mir von John Ternus wieder mehr Mut zur Innovation. Apple-Produkte waren eine Zeit lang Vorreiter, entweder beim Design oder der Technik. Auch dürfen gerne wieder Nischen bedient werden, wie etwa der Wunsch nach kleinen Smartphones, die vielleicht keinen riesigen Gewinn abwerfen, dafür aber von ihren Nutzern umso mehr geschätzt werden.
Es ist einerseits gut, dass der Konzern viel Sorgfalt walten lässt, um die Dinge möglichst ordentlich umzusetzen. Dabei ist aber kaum Neues entstanden und schon gar nichts, was Endkunden wirklich bereichert. Während etwa Nutzer von Samsung und Co. schon seit Jahren faltbare Smartphones bekommen, gibt es von Apple jedes Jahr immer nur mehr vom Gleichen. Also los, John, mach was draus!
Mehr lokale LLMs
Oliver Nickel – Ressort Hardware & Windows
Seien wir mal ehrlich: Apple ist auf den KI-Trend zu spät aufgesprungen und hat ihn eigentlich sogar verpasst. Noch immer gibt es kaum sinnvolle Anwendungszwecke für Apple Intelligence, und alles, was über simples E-Mail-Schreiben hinausgeht, wird von einem externen Unternehmen wie OpenAI berechnet. Ich finde, Apple muss auch gar nicht vorn mitspielen. Das Unternehmen hat mit Macbooks und Macs auf Apple-Silicon-Basis die perfekte Plattform, um Vorreiter bei lokalen KI-Modellen zu sein.
Ich wünsche mir deshalb von CEO Ternus, mehr mit KI-Unternehmen zusammenzuarbeiten und Macs als die Go-to-Plattform für lokale KI zu etablieren. Denn dort und nicht in immer mehr Cloud-Rechenzentren (und damit mehr Abhängigkeit von Großkonzernen) muss die Zukunft hinführen.
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