KI mit Bedacht einsetzen
Tobias Költzsch – Ressort Mobile
Mein Wunsch an John Ternus betrifft KI: Viele wünschen sich, dass Apple endlich seine KI-Suite Apple Intelligence auch in Europa vollständig umgesetzt bekommt – ich würde noch etwas weiter gehen. Lieber Herr Ternus, bitte nehmen Sie sich kein Beispiel an anderen Tech-Unternehmen, was die Umsetzung von KI-Funktionen betrifft.
Microsoft, Samsung, Google – alle bauen immer mehr KI-Funktionen in ihre Produkte ein, die für meinen Geschmack oft unnütz oder gar nervig sind. Gefühlt gehen dafür Hardware-Innovationen zurück. Mit den kommenden neuen Apple-Geräten wird sich zeigen, welchen Weg Apple unter Ternus einschlagen wird. Angesichts der Vorarbeit unter Tim Cook in den vergangenen Jahren rechne ich allerdings nicht mit einer 180-Grad-Wende.
Bessere und günstigere Reparierbarkeit
Achim Sawall – Ressort Telekommunikation
Ich wünsche mir iPhones, deren Reparatur bezahlbar ist und die in der Anschaffung nicht völlig überteuert sind. Beim Auswechseln defekter Teile ohne Zusatzversicherung (AppleCare+) verlangt Apple weiterhin sehr hohe Preise.
Über Jahre erschwerte Apple freien Werkstätten die Arbeit durch Part Pairing (Software-Sperren bei nicht autorisierten Ersatzteilen). Erst neuere Regelungen wie die EU-Rechtsprechung und Apples eigene Anpassungen beim Self Service Repair lockern dies schrittweise auf.
Offenheit für die Open-Source-Community
Johannes Hiltscher – Ressort Hardware & Open Source
Im Alltag merkt man meist kaum, wie sehr man sich an bestimmte Arbeitsabläufe gewöhnt hat. Ich bemerke das immer, wenn ich MacOS benutze – es fühlt sich einfach komisch an und braucht Zeit zur Umgewöhnung. Daher wünsche ich mir von Apple eine Kooperation mit der Open-Source-Community, um die Portierung von Linux zu erleichtern. Bislang sind die Asahi-Entwickler auf Reverse Engineering angewiesen, und jede Hardware-Generation bringt neue Herausforderungen(öffnet im neuen Fenster).
Dabei bietet Apple insbesondere für KI-Anwendungen extrem interessante Hardware an. Und die hohen Speicherpreise machen sie auch noch preislich attraktiv. Der kürzlich vorgestellte M5 Ultra etwa lässt Nvidias Workstation-GPUs zunehmend wie einen schlechten Deal aussehen: Für unter 12.500 Euro gibt es 256 GByte RAM und einen kompletten PC; eine RTX 6000 Pro mit 96 GByte kostet rund 2.000 Euro mehr. Freie Betriebssystemwahl auch bei aktueller Hardware wäre eine tolle Veränderung in Apples Unternehmenspolitik.
Bessere Bildschirmzeitkontrolle
Friedhelm Greis – Ressort Netzpolitik
Ich wünsche mir von Apple eine Bildschirmzeitkontrolle, die wirklich funktioniert. Obwohl ich überzeugter Android-Nutzer bin, habe ich vor einigen Jahren ein iPhone gekauft, weil sich damit angeblich die Bildschirmzeiten für Kinder gut einstellen lassen. Wenn ich jedoch die Nutzungszeiten kontrolliere, gibt es regelmäßig Zeitüberschreitungen bei einzelnen Apps, obwohl sich die Zeiten genau einstellen lassen.
Das Internet ist voll mit Anleitungen, wie sich die Probleme beheben lassen sollen. Warum das für ein Unternehmen wie Apple überhaupt ein Problem sein kann, ist für mich nicht nachvollziehbar.
In der Golem-Community wird das Thema ebenfalls eifrig diskutiert. Du möchtest mitreden und dich in den sachlichen Austausch einbringen? Dann klicke auf diesen Einladungslink und werde Teil der Golem-Community. Wir freuen uns auf dich!
- Anzeige Hier geht es zum iPhone 17 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


