John Riccitiello: Unity-Chef beschimpft Entwickler ohne Finanzinteresse

"Fucking Idiots": Unity-Chef John Riccitiello legt sich nach der umstrittenen Übernahme von Ironsource mit der Entwicklerszene an.

Artikel veröffentlicht am ,
Unity-CEO John Riccitiello im Jahr 2018 auf einer Tagung
Unity-CEO John Riccitiello im Jahr 2018 auf einer Tagung (Bild: Steve Jennings/Getty Images for TechCrunch)

Der Chef eines auf Spieleentwickler angewiesenen Engine-Herstellers beschimpft einen Teil seiner Kunden: Unity-CEO John Riccitiello bezeichnete in einem Interview mit Pocket Gamer bestimmte Typen von Entwicklern als "fucking Idiots" .

Stellenmarkt
  1. IT-Projektleiter / Data Warehouse Architect (m/w/d)
    Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Bad Ems
  2. IT-Administrator (m/w/d)
    TES Electronic Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen
Detailsuche

Konkret meint er jene Spielemacher, die in Mobile Games auf die Auswertung von Metriken über die Monetarisierung verzichteten. "Das sind die Leute, mit denen ich mich in der ganzen Welt am liebsten anlege", sagt Riccitiello.

"Sie haben den schönsten Geist und sind rein und brillant, aber sie sind eben auch die schlimmsten fucking Idiots."

Hintergrund seines Kommentars ist die gerade bekanntgewordene Übernahme (offiziell als Zusammenschluss bezeichnet) einer Firma namens Ironsource durch Unity.

Golem Karrierewelt
  1. Green IT: Praxisratgeber zur nachhaltigen IT-Nutzung (virtueller Ein-Tages-Workshop)
    19.10.2022, virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Riccitiello sagt, dass mit den Tools von Ironsource Entwickler besonders mächtige Analysewerkzeuge bekämen, wodurch bei der Entwicklung von Mobile Games die Einnahmen maximiert werden könnten.

Die Übernahme, deren Wert bei rund 4,4 Milliarden US-Dollar liegt, führte zu viel Kritik von Spieleentwicklern. Ironsource steckt auch hinter Malware wie Installcore - ein Programm, das sich als Erweiterung für Browser auf den Rechner schmuggelt, ungewollte Werbung anzeigt und nur mit viel Aufwand wieder entfernt werden kann.

Aktienkurs im Tiefflug

Unity musste sich wegen Ironsource viel Kritik von Entwicklern anhören, die jüngsten Äußerungen von Riccitiello kommen in der Community ebenfalls schlecht an (etwa auf Reddit). Der Aktienkurs des aus San Francisco stammenden Unternehmen fiel in den vergangenen Tagen um rund 25 Prozent.

Schon in den Tagen davor gab es Negativschlagzeilen: Unity gab Ende Juni 2022 die Entlassung von Mitarbeitern bekannt. Nur zwei Wochen zuvor soll Firmenchef Riccitiello ausdrücklich gesagt haben, dass keine Kündigungen geplant seien.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


berritorre 18. Jul 2022 / Themenstart

Du bist also ein "relativ nationaler" Mensch. Aha. "Ist halt ein, für sich selbst...

berritorre 18. Jul 2022 / Themenstart

Im Endeffekt muss man von Anfang an zweigleisig fahren. Einfach nur auf Teufel komm raus...

tomate.salat.inc 18. Jul 2022 / Themenstart

Nö ist es nicht. Zum einen muss sich dann jeder so an Tencent stören wie du und zum...

Saladien 18. Jul 2022 / Themenstart

Ich habe kein Geld für Golem plus solange gegendert wird. ;) "Es wurde festgestellt das...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Dungeon Keeper
Wir sind wieder richtig böse!

Nicht Held, sondern Monster: Darum geht's in Dungeon Keeper von Peter Molyneux. Golem.de hat neu gespielt - und einen bösen Bug gefunden.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!
Artikel
  1. bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an
    bZ4X
    Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

    Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.

  2. Laptops: Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler
    Laptops
    Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler

    Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum Laptops mit vorinstalliertem Linux. Inzwischen liefern das aber sogar die drei weltgrößten Hersteller - ein überraschender Siegeszug.

  3. Entwicklerstudio: Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen
    Entwicklerstudio
    Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen

    Eidos Montreal würde gerne ein neues Deus Ex machen. Der Plan, damit Cyberpunk 2077 zu übertrumpfen, scheitert aber vorerst an einem Detail.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Samsung 980 1 TB 77€ und ASRock RX 6800 639€ ) • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 8 GB DDR4-3200 34,98€ ) • AOC GM200 6,29€ • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1 TB 119€) • Weekend Sale bei Alternate • PDP Victrix Gambit 63,16€ [Werbung]
    •  /