John Malone: Eigner von Unitymedia und Kabel BW will weiter zukaufen

Über seinen Konzern Liberty Global beherrscht John Malone gleich zwei deutsche Kabelnetzbetreiber - und er will noch wachsen. Daher fordert er von der Politik, weitere Zusammenschlüsse in der Branche zuzulassen.

Artikel veröffentlicht am , Hans-Peter Siebenhaar/Handelsblatt
John Malone bei den Made.in.de-Awards am 17. Oktober 2012
John Malone bei den Made.in.de-Awards am 17. Oktober 2012 (Bild: Adam Berry/Getty Images)

Der Medienmanager John Malone fordert von der deutschen Politik, eine weitere Konsolidierung im Kabelmarkt zuzulassen. "Im Vergleich zur Deutschen Telekom sind wir Winzlinge. Wir wollen weiter wachsen und bundesweit präsent sein. Nur so sind wir in der Lage, auch entsprechende Fernsehprogramme anzubieten", sagte der Chairman des Kabelkonzerns Liberty Global im Interview mit dem Handelsblatt. Dem börsennotierten Unternehmen gehören in Deutschland die Kabelnetzbetreiber Unitymedia und Kabel BW.

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Malone ist unterdessen optimistisch, in Berlin Gehör zu finden. "Wir sprechen bereits seit Jahren mit den politisch Verantwortlichen, um sie davon zu überzeugen, dass wir faire Marktchancen erhalten sollten. Immer mehr Politiker erkennen, dass dies eine verbesserte Infrastruktur fördert", sagte der amerikanische Kabel- und Medienunternehmer.

Malone kaufte 2011 Kabel Baden-Württemberg für knapp 3,2 Milliarden Euro, zwei Jahre zuvor hatte er für 3,5 Milliarden Euro den Kabelkonzern Unitymedia übernommen. 2002 wollte Malone das Kabelnetz von der Deutschen Telekom übernehmen. Er scheiterte jedoch an Politik und Kartellbehörden. Der Kabelkonzern Liberty Global erwirtschaftet in 13 Ländern (11 in Europa) einen Umsatz von zuletzt 10,1 Milliarden Dollar, versorgt knapp 34 Millionen Haushalte mit Fernsehen und Internet.

Zusammenarbeit mit Deutscher Telekom verstärken

Der Medienunternehmer gibt sich für den deutschen Markt selbstbewusst: "Auch wenn es auf der letzten Meile zu den Haushalten Tausende kleine Netzbetreiber gibt, im Grunde beherrschen den deutschen Kabelmarkt zwei Unternehmen: wir und Kabel Deutschland." Er kündigte an, künftig verstärkt auf eine Zusammenarbeit mit den Konkurrenten im Kabelgeschäft zu setzen.

"Unsere Hauptkonkurrenten sind die Telekom-Anbieter. Durch eine Zusammenarbeit mit Kabel Deutschland könnten wir unsere Effizienz steigern, technische Innovationen einführen und eigene Fernsehprogramme veranstalten, wie wir das bereits in den USA vor 20, 30 Jahren gemacht haben", sagte er dem Handelsblatt.

Lohnende Investitionen

Malone, der in den vergangenen vier Jahren zehn Milliarden Euro in das Kabelgeschäft investiert hat, ist mit seinen Investments zufrieden. "Das Kabelgeschäft in Deutschland ist effizient und profitabel. Wir gewinnen weiter Marktanteile und werden nun die letzten technischen Innovationen wie zum Beispiel unsere Multimedia-Plattform Horizon in den Markt bringen, um weiterzuwachsen."

Bei Horizon handelt es sich um eine Plattform, die Fernseher, Computer, Tablet-PC und Handy vernetzt, damit der Kunde überall Fernsehprogramme, Filme und Musik herunterladen kann. Malone kündigt an, Horizon Ende des Jahres in der Schweiz und im ersten Halbjahr 2013 in Deutschland einzuführen.

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Sharra 19. Okt 2012

1x darfst du raten, warum CDU oder auch SPD immer noch Scheiße bauen können, wie sie...


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