John Giannandrea: KI-Chef verlässt Apple nach Siri-Debakel
Apple hat einen Führungswechsel in seiner KI-Sparte bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . John Giannandrea wird im Frühjahr 2026 von seinem Posten als AI-Chef zurücktreten, bleibt dem Konzern aber in beratender Funktion erhalten. Apple hat massive Probleme mit der Weiterentwicklung seines Sprachassistenten Siri.
Giannandreas Nachfolger wird Amar Subramanya, ein ehemaliger Microsoft-Manager. Subramanya bringt Erfahrung von gleich zwei Tech-Konzernen mit: 16 Jahre arbeitete er bei Google, wo er unter anderem die Entwicklung von Google Gemini leitete, bevor er zu Microsoft wechselte.
Siri-Update verschoben – schon wieder
Der Führungswechsel ist das Ergebnis von Apples Versagen beim Thema KI. Apple hatte auf der Worldwide Developer Conference 2024 vollmundig eine KI-gestützte Version von Siri angekündigt. Beim Launch des iPhone 16 bewarb der Konzern die neue Funktion prominent und ließ Kunden glauben, das Update stehe kurz bevor.
Daraus wurde nichts. Anfang 2025 musste Apple einräumen, dass die versprochenen Siri-Verbesserungen nicht wie geplant erscheinen können. Die großen Updates sollen nun irgendwann 2026 kommen – ein konkretes Datum nannte das Unternehmen nicht.
Microsoft-Veteran übernimmt
Subramanya wird direkt an Craig Federighi berichten, Apples Entwicklungschef. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören Foundation-Modelle, Machine-Learning-Forschung sowie die Leitung von Teams für KI-Sicherheit.
Das Siri-Desaster führte zu Spekulationen über mögliche Partnerschaften. Verschiedene Berichte deuten darauf hin, dass Apple eine Zusammenarbeit mit Google erwägt, um Siris Fähigkeiten zu verbessern und zusätzliche AI-Funktionen in sein Software-Ökosystem zu integrieren. Beide Unternehmen bestätigten solche Gespräche bisher nicht.
Apple hinkt hinterher
Apple geht bei der KI-Implementierung vorsichtiger vor als Wettbewerber. Der Konzern betont den Datenschutz und Verarbeitung auf dem Gerät, was zu längeren Entwicklungszyklen führen könne. Die extremen Verzögerungen für die Siri-Verbesserungen lassen jedoch Zweifel aufkommen, ob diese Strategie noch tragfähig ist.
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