Abo
  • Services:
Anzeige
John Carmak auf der GDC 2010
John Carmak auf der GDC 2010 (Bild: GDC/CC BY 2.0)

John Carmack: "Native Spiele-Ports für Linux lohnen sich nicht"

John Carmak auf der GDC 2010
John Carmak auf der GDC 2010 (Bild: GDC/CC BY 2.0)

Spiele nativ auf Linux zu portieren, sei wirtschaftlich sinnlos, sagt John Carmack, Mitbegründer des Spieleherstellers id Software. Stattdessen sei es sinnvoller, auf Wine zu setzen.

Linux sei kein wirtschaftlicher Markt für Spiele. Deshalb seien native Ports kaum sinnvoll. Das schreibt John Carmack, einer der Mitbegründer des Spieleherstellers id Software, der in der Vergangenheit selbst zwei Spiele auf Linux portiert hat: Quake Arena und Quake Live. Besser sei es, Wine zu nutzen, denn der Windows-API-Nachbau sei besser als sein Ruf, so Carmack.

Anzeige

Hersteller, die sich auf die Portierung von Spielen auf andere Plattformen spezialisiert haben, etwa Aspyr für Mac OS X oder das gescheiterte Unternehmen Loki, das Spiele auf Linux portierte, müssten nicht nur enorme Summen an die ursprünglichen Hersteller zahlen, sondern sich auch anschließend um den Vertrieb und den Support kümmern. Die Portierung von Spielen sei schnell gemacht, der Support für Linux hingegen erfordere weit mehr Arbeit und Einsatz, schreibt Carmack.

Zwei Versuche gescheitert

Id Software habe selbst zweimal versucht, native Linux-Portierungen anzubieten. Beide hätten sich nicht gelohnt, schreibt Carmack. Die Spiele Quake Arena und Quake Live seien vielleicht nicht die optimalen Spiele für einen Test unter Linux, sie seien aber ehrliche Versuche gewesen. Er sei jedoch erfreut, dass Rage unter Wine laufe, ohne dass der Hersteller etwas dazu beitragen müsse.

Eine native Portierung sei nichts Besonderes, es gebe weiterhin OpenGL-Aufrufe, Winsocks sei nicht anders als BSD-Sockets, Threads unter Windows würden zu Pthreads und die Unterschiede zwischen Windows und Linux bei den Eingabe- und Audioschnittstellen seien gering, denn XInput und Xaudio2 hätten großartige APIs, schreibt Carmack. Vor allem habe eine gut programmierte Zwischenschicht (Shim) weniger negativen Einfluss auf die Leistung als die qualitativ unterschiedlichen Grafiktreiber für Linux.

Wine ist die einfachste Lösung

Selbst eine D3D-Zwischenschicht zu OpenGL sei einfacher zu programmieren als Dutzende, völlig neu programmierte native Komponenten. Zumal Entwickler eine solche Zwischenschicht gezielt optimieren könnten, schreibt Carmack in einem Posting auf Reddit.

Wine biete eine einfache Möglichkeit, Spiele für Linux zu optimieren, denn der Aufwand sei der gleiche wie der für die Entwicklung eines Spieles etwa für Windows XP. Mit Steam als Distributionsplattform sei das ein denkbarer Weg, künftig populäre Spiele auch für Linux-Benutzer anzubieten.


eye home zur Startseite
Hu5eL 14. Feb 2013

Die es bei der Konsole auch gibt..

throgh 12. Feb 2013

Ich frage mich gerade wie du denn "wirklich" über den Passus "linux lohnt sich halt...

Sharra 12. Feb 2013

Programmiert ein Spiel dem man auf der Skala mindestens ein A geben könnte. Programmiert...

neocron 11. Feb 2013

essentielle windowsbibliotheken werden nachgeahmt! wine ahmt eine windowsumgebung nach...

HerrMannelig 11. Feb 2013

Das Plugin muss portiert werden. Flash oder Java läuft auch nicht mal einfach so auf...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deloitte, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München
  2. BASF Business Services GmbH, Ludwigshafen
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. cab Produkttechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 599€ + 5,99€ Versand
  2. 149,99€
  3. bei Caseking

Folgen Sie uns
       


  1. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern

  2. Galaxy Tab Active 2

    Samsungs neues Ruggedized-Tablet kommt mit S-Pen

  3. Jaxa

    Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond

  4. Deep Descent

    Aquanox lädt in Tiefsee-Beta

  5. Android-Apps

    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

  6. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  7. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  8. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  9. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  10. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Dokumentarfilm Pre-Crime: Wenn Computer Verbrechen vorhersagen
Dokumentarfilm Pre-Crime
Wenn Computer Verbrechen vorhersagen

Programmiersprache für Android: Kotlin ist auch nur eine Insel
Programmiersprache für Android
Kotlin ist auch nur eine Insel
  1. Programmiersprache Fetlang liest sich "wie schlechte Erotikliteratur"
  2. CMS Drupal 8.4 stabilisiert Module
  3. Vespa Yahoos Big-Data-Engine wird Open-Source-Projekt

Core i7-8700K und Core i5-8400 im Test: Ein Sechser von Intel
Core i7-8700K und Core i5-8400 im Test
Ein Sechser von Intel
  1. Core i7-8700K Ultra Edition Overclocking-CPU mit Silber-IHS und Flüssigmetall
  2. Intel Coffee Lake Von Boost-Betteln und Turbo-Tricks
  3. Coffee Lake Intel verkauft sechs Kerne für unter 200 Euro

  1. Re: Auto pilot mal wieder versagt !

    KlugKacka | 20:12

  2. Re: Man müsste mal den Elektrosmog messen, der...

    FreierLukas | 20:07

  3. Re: Asse 2.0

    Carl Weathers | 20:04

  4. Re: Leistung fürs Geld oder gar dauerhaft...

    teenriot* | 19:55

  5. Re: Ich habe 12 Minuten..

    blaub4r | 19:53


  1. 18:00

  2. 17:47

  3. 16:54

  4. 16:10

  5. 15:50

  6. 15:05

  7. 14:37

  8. 12:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel