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John Carmack: "GPUs brauchen nur kleine Änderungen für Raytracing"

3D-Pionier John Carmack hat sich in der Diskussion über aktuelle Raytracing-Grafikkarten zu Wort gemeldet. Er meint, dass auch bestehende Grafikprozessoren mit minimalen Änderungen die Strahlenverfolgung beschleunigen könnten. Bisherige Programmiermodelle seien damit aber noch lange nicht abgelöst.
/ Nico Ernst
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Caustic R2500 - PCIe-Steckkarte für Echtzeit-Raytracing mit PC-Workstations (Bild: Caustic/Imagination Technologies)
Caustic R2500 - PCIe-Steckkarte für Echtzeit-Raytracing mit PC-Workstations Bild: Caustic/Imagination Technologies

Bei Ars Technica hat John Carmack, Mitbegründer der Spieleschmiede id Software, einen Kommentar(öffnet im neuen Fenster) zu einem Artikel über die Caustic-Karten von Imagination veröffentlicht. Die vor kurzem vorgestellten PCIe-Karten sollen als Beschleuniger für Raytracing-Anwendungen dienen, unter anderem in CAD-Workstations.

Carmack hat für seine Stellungnahme einen Text wiederbelebt, den er - aus der Sicht des Spieleentwicklers - schon einmal für ein anderes Unternehmen geschrieben hatte. Darin nimmt er einige der seit Jahren hohen Erwartungen an Raytracing auseinander. Die Technik wird immer wieder von Chipentwicklern als Alternative zu der bei PCs und Konsolen heute üblichen Rasterung(öffnet im neuen Fenster) angeführt. Die erreichbare Bildqualität ist bei solchen Demos zwar in manchen Aspekten beeindruckend, aber Carmack macht klar, dass es nur zwei Aspekte gebe, bei denen sich Raytracing wirklich lohne.

Caustic Series 2 Ray Tracing Boards
Caustic Series 2 Ray Tracing Boards (02:09)

Der Aufwand, auf ein anderes 3D-Verfahren umzusteigen, rentiere sich nur für Schatten und Reflexionen. Bei beiden Effekten fielen Hilfskonstruktionen der Rasterung wie Shadow-Buffer und Environment-Maps weg. Das erkaufe sich ein Spieleentwickler aber mit einem hohen Rechenaufwand, weil für andere Effekte wie globale Beleuchtung Milliarden von Strahlen verfolgt werden müssten - dafür reiche aber die heute zur Verfügung stehende Rechenleistung noch nicht aus.

Carmack geht auch darauf ein, dass Imagination bei der Übernahme des Unternehmens Caustic angekündigt hatte, seine auf Rasterung ausgelegten 3D-Chips um Raytracing zu erweitern. Er sei sich "zu 90 Prozent sicher" , dass bestehende GPUs nur "minimale Änderungen an der Architektur" bräuchten, um auch Raytracing schnell zu beherrschen. Im Endeffekt, so Carmack, sei die Darstellung eines 3D-Modells per Rasterung oder per Raytracing nämlich nicht so unterschiedlich, wie Vertreter der beiden Techniken häufig behaupteten.


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