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Johannes Pruchnow: Telekom verliert ihren Experten für Breitbandkooperationen

Johannes Pruchnow blieb nicht einmal zwei Jahre bei der Telekom. Als Vorstandsbeauftragter für Breitbandkooperationen hatte er es nicht einfach, war anders und darum erfolgreich.

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Riesengroßer Johannes Pruchnow auf der Angacom 2018
Riesengroßer Johannes Pruchnow auf der Angacom 2018 (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Nach knapp zwei Jahren gibt Johannes Pruchnow den Posten des Vorstandsbeauftragten für Breitbandkooperationen bei der Deutschen Telekom wieder auf. Wie das Unternehmen bekanntgab, endet sein Vertrag am 31. Oktober 2018. Er werde im Raum München, wo er auch seinen Lebensmittelpunkt habe, eine Stelle als Vorstandsvorsitzender antreten.

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Pruchnow war bereits Chef bei 1&1-Versatel, bei Telefónica Deutschland und Vizepräsident des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) sowie im Präsidium im VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten). Als er die Position bei der Telekom übernahm, wurde dies von anderen Netzbetreibern und den Verbänden sehr positiv aufgenommen.

Bei öffentlichen Auftritten aüßerte Pruchnow sich reflektierter als andere Telekom-Vertreter. Er räumte ein, dass es bei der Zusammenarbeit mit anderen Netzanbietern technische Problemen gebe. Die IT-Systeme seien sowohl bei der Telekom als auch bei den anbietenden Wholebuy-Unternehmen nicht modular genug.

Er gab auch zu, dass die rege Bautätigkeit der Deutschen Glasfaser im ländlichen Raum die Telekom unter Druck setze, auch mehr eigenen Ausbau zu entwickeln. Open Access im wechselseitigen Zugriff sei zu befürworten. "Eine Beschleunigung des Glasfaserausbaus ist auf jeden Fall notwendig und es ist auch sinnvoll, dass viele ausbauen", betonte Pruchnow. Dabei sei nebensächlich, wie man den Stand Deutschlands beim Breitbandausbau bewerte.

Für die Telekom kämen natürlich große Kooperationen wie mit EWE "besonders gelegen". EWE hatte im Dezember 2017 angekündigt, gemeinsam mit der Telekom das Glasfasernetz auszubauen und über eine Million Privathaushalte direkt anzuschließen. Die Netzbetreiber wollen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen zusammenarbeiten und Glasfaser in den nächsten zehn Jahren vor allem in ländlichen Gebieten ausbauen, dabei wollen sie zwei Milliarden Euro investieren. Aber auch kleine Stadtnetzbetreiber seien wichtige Partner.

Pruchnows Nachfolger wird Dido Blankenburg, der derzeit den Bereich Wholesale bei der Telekom leitet und zuvor bei Mannesmann, Vodafone und AOL tätig war.



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