Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.

Artikel von Daniel Ziegener veröffentlicht am
Unter Gamern gibt es immer mehr Frauen, unter Spieleentwicklern sind es deutlich weniger.
Unter Gamern gibt es immer mehr Frauen, unter Spieleentwicklern sind es deutlich weniger. (Bild: Ina Fassbender/AFP/Getty Images)

Leider sind sie nach wie vor keine Seltenheit: Berichte über eine "Kultur des Sexismus" wie beim League-of-Legends-Entwickler Riot Games. Auch wenn es heißt, in einigen Studios gebe es nicht einmal Toiletten für Frauen, zeichnet das ein Bild einer Branche, die dem Klischee des Männerclubs noch immer nicht ganz entwachsen ist.

Inhalt:
  1. Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
  2. Frauen früher fördern
  3. ''Das Thema geht alle was an''

Dabei ist der Anteil an Frauen unter den Gamern hierzulande in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen: Die Hälfte der 34 Millionen Deutschen, die nach Zahlen des Lobby-Verbandes Game Computer- und Videospiele spielen, ist weiblich.

Auf der Seite derjenigen, die Spiele machen, sieht es jedoch ganz anders aus. Hier waren es bei der letzten Erhebung im Jahr 2015 nur halb so viele Frauen wie bei den Nutzern, ein knappes Viertel also. Damit liegt Deutschland zwar vor den internationalen Zahlen des Spieleentwickler-Verbandes IDGA, aber immer noch deutlich hinter dem Verhältnis des Publikums, für das die Spiele gemacht werden.

"Im Kurs für Programmierung saßen nur nerdige Jungs"

Stichwort: Männerclub? "Ich war nicht in der Informatik-AG, weil da nur Jungs waren", erzählt Kathrin Radtke. Die Programmiererin arbeitet beim Studio Fizbin in Ludwigsburg. Die Erfahrung aus der Schule habe sich im Studium fortgesetzt: "Im Kurs für Game Engine Programming saßen nur nerdige Jungs, von denen ich dachte, dass sie viel schlauer sind als ich." Auch wenn sie das nicht waren und das Fach Radtke interessierte, blieb das Gefühl, eine Frau würde in diesen technischen Bereich nicht hineinpassen.

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Der Verband Game beklagt seit Jahren einen Fachkräftemangel in der deutschen Spieleindustrie. Dem wirkt unter anderem die wachsende Zahl der Ausbildungsangebote an Universitäten entgegen. Ob an der HAW Hamburg, dem Cologne Game Lab oder der University of Applied Sciences Europe in Berlin - Game Design lässt sich mittlerweile in ganz Deutschland als Studiengang lernen.

Da wo der Nachwuchs ausgebildet wird, liegt der Grundstein für den demografischen Wandel der Branche. "Natürlich hätten wir gern eine 50-50-Quote unter den Studierenden", sagt André Czauderna, Studiengangsleiter am Game Lab in Köln. Bisher habe man das nicht geschafft, "aber wir liegen schon über den 27 Prozent der Branche".

Unter den Mitarbeitenden ist die Parität schon erreicht. "Wir haben da gute Role Models", sagt Czauderna. Dennoch gebe es in den technischen Kursen nach wie vor weniger Bewerbungen von jungen Frauen. "Bei der Game Art sieht das anders aus, da ist das Verhältnis ausgeglichen", räumt er ein. Die Videospielindustrie steht hier vor dem Problem anderer MINT-Berufe: Im vergangenen Jahr waren laut Statistischem Bundesamt weniger als ein Viertel aller Studienanfänger in der Informatik Frauen.

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Frauen früher fördern 
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Clown 16. Dez 2019

Nein, bisher hatte ich da keine Meinung zu, weil es mir schlicht egal war. Deshalb...

OderUnd 12. Dez 2019

Und trotzdem hast du und ~900 andere das getan o_O ? Nein, lies dir Mal deinen Kommentar...

renegade334 11. Dez 2019

Dann nennt es im Titel "Fachkraft für Spieleentwicklung". Oder noch kürzer...

Labbm 07. Dez 2019

Vielleicht mache ich mir aber auch über sowas keine Gedanken weils einfach keine Rolle...



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