Jobs: Amazon.de verlängert Verträge für über 1.000 Befristete

Amazon verlängert die Verträge für 1.300 Lagerarbeiter für ein Jahr. Ein Teil werde unbefristet beschäftigt. Zuvor sollen in Brieselang bei Berlin über 500 Arbeiter kurz vor Weihnachten vor die Tür gesetzt worden sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Picking-Arbeitsplatz in Brieselang
Picking-Arbeitsplatz in Brieselang (Bild: Tobias Schwarz/Reuters)

Nach der diesjährigen Weihnachtsaison verlängert Amazon Deutschland in seinen Versandzentren die Verträge für bundesweit 1.300 befristet Beschäftigte. Das gab der US-Konzern am 27. Dezember 2013 bekannt. Ein Großteil wird jedoch nur für ein Jahr befristet weiterbeschäftigt. "Ein Teil" der Lagerarbeiter bekomme "unbefristete Verträge". Genauere Zahlen wurden nicht genannt.

Stellenmarkt
  1. Teamleitung IT-Service (m/w/d)
    HANSA Baugenossenschaft eG, Hamburg
  2. SAP WM Junior Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Albstadt
Detailsuche

Grund sei das Wachstum in Deutschland. Am diesjährigen Spitzentag, dem 15. Dezember, hätten Kunden 15 Prozent mehr Produkte als im vergangenen Jahr bestellt - insgesamt 4,6 Millionen, 53 pro Sekunde. Amazon hatte für das diesjährige Weihnachtsgeschäft mit Lagerarbeitern rund 14.000 Zeitverträge für seine neun deutschen Logistikzentren geschlossen.

Am 23. Dezember 2013 hatte die Gewerkschaft Verdi bekanntgegeben, dass über 500 befristet Beschäftigte in Brieselang bei Berlin gekündigt und zum sofortigen Verlassen des Betriebsgeländes aufgefordert wurden. Laut Amazon-Sprecherin Christine Höger gab es jedoch keine Kündigungen. Die Betroffenen seien laut Vertrag bis zum 30. Dezember 2013 beschäftigt worden. Die letzten Tage seien noch Überstunden und Urlaub abgebaut worden. "Wir können in Brieselang auch Mitarbeiter übernehmen", sagte sie.

Rund 1.800 der 9.000 deutschen Amazon-Beschäftigten hatten sich in den vergangenen Wochen an Streiks für einen Tarifvertrag beteiligt. In Bad Hersfeld und Leipzig streikten Amazon-Lagerarbeiter am 20. Dezember 2013 den fünften Tag in Folge. Ralf Kleber, Geschäftsführer von Amazon.de, behauptet dagegen: "Nur jeweils einige Hundert Mitarbeiter" seien dem Aufruf gefolgt.

Golem Akademie
  1. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    21.–22. März 2022, Virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    4. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Streikenden und ihre Gewerkschaft wollen bei dem Internetversandhändler einen Tarifvertrag durchsetzen. Die Geschäftsführung bezeichnet Amazon als Logistikunternehmen, für das die Tarifverträge der Versandhandelsbranche nicht gelten, und lehnt Verhandlungen ab. An keinem der deutschen Standorte gibt es eine Tarifbindung. Das Unternehmen zahlt nach einem firmeneigenen Vergütungssystem, das laut Verdi deutlich unter den Tarifen des Einzel- und Versandhandels liegt. In Hessen beträgt der Einstiegslohn bei Amazon 9,83 Euro, nach Tarif müssten es 12,18 Euro sein. In Leipzig beträgt der Einstiegslohn 9,30 Euro, nach Versandhandelstarif müsste Amazon 10,66 Euro pro Stunde bezahlen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klage
Paypal friert Konten ein und behält Geld nach 180 Tagen

In einer Sammelklage wird Paypal vorgeworfen, Konten ohne Nennung von Gründen einzufrieren und das Geld nach 180 Tagen zu behalten.

Klage: Paypal friert Konten ein und behält Geld nach 180 Tagen
Artikel
  1. Krypto-Verbot: Panikverkäufe von Krypto-Mininggerät im Kosovo
    Krypto-Verbot
    Panikverkäufe von Krypto-Mininggerät im Kosovo

    Schürfen von Kryptowährungen ist im Kosovo seit kurzem verboten. Mineure versuchen, ihr Equipment oft zu Schleuderpreisen loszuwerden.

  2. Malware: Microsoft warnt vor ungewöhnlicher Schadsoftware in Ukraine
    Malware
    Microsoft warnt vor ungewöhnlicher Schadsoftware in Ukraine

    Die Schadsoftware soll sich als Ransomware tarnen.

  3. Großunternehmen: Lindner will Mindeststeuer zum 1. Januar 2023 umsetzen
    Großunternehmen
    Lindner will Mindeststeuer zum 1. Januar 2023 umsetzen

    Bundesfinanzminister Christian Lindner will die Mindeststeuer für Großunternehmen in Deutschland schnell einführen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u.a. WD Blue 3D 1TB 79€, be quiet! Straight Power 11 850W 119€ u. PowerColor RX 6600 Hellhound 529€) • Alternate: Weekend-Deals • HyperX Cloud II Wireless 107,19€ • Cooler Master MH752 54,90€ • Gainward RTX 3080 12GB 1.599€ • Saturn-Hits • 3 für 2: Marvel & Star Wars [Werbung]
    •  /