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Jobmonitor: KI-Boom trotzt stagnierendem IT-Arbeitsmarkt

Der IT-Arbeitsmarkt ist im Abschwung: Die Gesamtnachfrage nach Digitalexperten geht im 2. Quartal zurück, nur der Bereich KI läuft gegen den Trend.
/ Andreas Donath
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Entwickler bei der Arbeit (Symbolbild) (Bild: Pexels)
Entwickler bei der Arbeit (Symbolbild) Bild: Pexels / CC0 1.0

Der deutsche IT-Arbeitsmarkt ist im zweiten Quartal 2024 zurückgegangen, doch der Bereich Künstliche Intelligenz (KI) verzeichnet einen bemerkenswerten Aufschwung. Dies geht aus dem aktuellen D: Economy-Job-Monitor(öffnet im neuen Fenster) hervor, der von der Berliner Index-Gruppe erstellt wurde und aus dem die FAZ berichtet(öffnet im neuen Fenster).

Die Studie, die 533 Stellenbörsen analysiert, offenbart einen deutlichen Anstieg der Stellenausschreibungen für KI-Spezialisten um 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig ist die Zahl der Unternehmen um etwa 50 Prozent gestiegen, die nach KI-Fachkräften suchen.

Rückgang in anderen IT-Bereichen trotz Branchenwachstum

Im Gegensatz zum KI-Boom verzeichnen andere IT-Bereiche einen Rückgang der Stellenausschreibungen. Besonders betroffen sind Fachkräfte für das Internet der Dinge, Robotik, 3D-Druck und Industrie 4.0. Auch die Nachfrage nach Experten für den Onlinehandel sank.

Trotz dieser Entwicklungen prognostiziert der Digitalverband Bitkom für die gesamte IT- und Telekommunikationsbranche ein Umsatzwachstum von 4,3 Prozent auf 224,8 Milliarden Euro im Jahr 2024. Für 2025 wird ein ähnliches Wachstum von 4,7 Prozent auf 235,4 Milliarden Euro erwartet.

Die Beschäftigungszahlen in der Branche entwickeln sich ebenfalls positiv. Für 2024 werden voraussichtlich 29.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, für 2025 knapp 47.000 zusätzliche Stellen prognostiziert. Damit könnte die Gesamtbeschäftigung in der IT- und Telekommunikationsbranche Ende 2025 rund 1,4 Millionen Menschen erreichen.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst betont die Rolle der Digitalbranche im Gespräch mit der FAZ als "Deutschlands stärksten Jobmotor". Er weist jedoch darauf hin, dass der Fachkräftemangel das Wachstum bremst, da viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen.

Die Studie zeigt auch, dass Bereiche wie Virtual Reality, Augmented Reality und das Metaverse in deutschen Unternehmen noch keine signifikante Rolle spielen. Eine Befragung von 605 Unternehmen ergab, dass 83 Prozent zunächst die Erfahrungen anderer Firmen mit Metaverse abwarten wollen.


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